Bei der ersten Volxmusiknacht waren alle Lokale voll besetzt.
Bei der ersten Volxmusiknacht waren alle Lokale voll besetzt. (Foto: Veranstalter)
Schwäbische Zeitung

Diese Lokale machen mit: Cafe Andelfinger, Telefon 07583/3400; Restaurant Klosterhof, Telefon 07583/5399953; Bürgerstüble, Telefon 07583/1891; Weinstadl, Telefon 07583/926674; Restaurant Carlo's, Telefon 07583/3981; Moorbadstüble, Telefon 07583/4183. Der Eintritt kostet vier Euro.

Der Gast bleibt sitzen, der Musiker wandert: Das ist das Prinzip, nach dem die Volxmusiknacht in Bad Schussenried funktioniert. Nachdem die Veranstaltung im vergangenen Jahr so gut ankam, findet sie diesen Samstag nun zum zweiten Mal statt. Und da die Plätze in den teilnehmenden Lokalen begrenzt sind, empfiehlt es sich, einen Platz zu reservieren.

Zu hören bekommen die Besucher eine wirklich große Bandbreite an unterschiedlichen Bands. Es gibt dabei weder eine Light-Show noch ein Mikrofon oder andere elektronische Hilfsmittel. Stattdessen stehen an diesem Abend Volksmusikanten im Mittelpunkt, denen es nicht darum geht, schnellstmöglich in den Charts nach oben zu klettern. Stattdessen werden die Gäste auf eine ehrliche und ungekünstelte Weise unterhalten. Und erfahrungsgemäß dauert es nicht lange, bis mitgesungen und vielleicht auch getanzt wird.

„Echte Volksmusik kommt, wie der Name schon sagt, aus dem Volk“, sagt Mitorganisator Hardy Berchmann. Er ist selber seit vielen Jahren begeisterter Musiker und wird an diesem Abend oberschwäbische Wirtshauslieder aus den vergangenen 200 Jahren zum Besten geben. Damit alle mitsingen können, werden vorab Texte verteilt. Die braucht es jedoch nicht immer. Meist sind es Lieder, die entweder bekannt sind oder aber – samt Melodie – schnell ins Ohr gehen.

Die „Schwäbisch-Bairische Hoagascht-Musi“ etwa gibt Lieder in Dialekt zum Besten und hat eine steirische Harmonika, einen Kontrabass und Gitarren im Gepäck.

Mit Schrammelmusik unterhalten die „Eglofser“, während die Gruppe „Spaßmuss“ Schlager und Oldies in ihrem Repertoire hat. Gespannt sein dürden die Besucher auf deren Teufelsgeige, die mit der klassischen Geige nichts gemein hat und auf ganz ungewöhnliche Weise Töne hervorbringt.

Thomas Linder bringt eigene Lieder mit und unterhält zudem mit einem reichen Volkslieder-Gut. Böhmisch-mährische Blasmusik vom Feinsten spielt die „Finkenmusik“ und nimmt die Gäste mit auf eine ganz besonders musikalische Reise. In deren Mittelpunkt steht ausschließlich traditionelle Volksmusik mit ihrem reichhaltigen Volksliederschatz. „Und der soll erhalten bleiben, das liegt mir sehr am Herzen“, sagt Hardy Berchmann und empfiehlt eine frühzeitige Tischreservierung in den beteiligten Lokalen.

Die Musiker treffen sich vorab im Haus des Brauchtums. Dank des Engagements der Narrenzunft Bad Schussenried gibt es hier bei Speis und Trank ein erstes Kennenlernen. Danach machen sich die Musiker auf den Weg in die Lokale, wo es weder eine Bühne noch ein Podest geben wird. Denn nur so entsteht eine echte Nähe zum Publikum. Beste Voraussetzungen für einen musikalischen Abend der ganz besonderen Art, bei dem es nicht zuletzt um das gemütliche Beisammensein geht. Genau wie früher, als man sich in den Stuben traf und gemeinsam sang und musizierte.

Diese Lokale machen mit: Cafe Andelfinger, Telefon 07583/3400; Restaurant Klosterhof, Telefon 07583/5399953; Bürgerstüble, Telefon 07583/1891; Weinstadl, Telefon 07583/926674; Restaurant Carlo's, Telefon 07583/3981; Moorbadstüble, Telefon 07583/4183. Der Eintritt kostet vier Euro.

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