Das Architekturbüro Riehle & Assoziierte wird ein Raumkonzept für die Sporthalle erstellen. Das hat der Gemeinderat Bad Schussenried vergangenen Donnerstag entschieden. Ist das Raumkonzept erstellt, kann die Stadt in einem nächsten Schritt die Prüfung der einzelnen Varianten – Neubau oder Sanierung der Halle – in Auftrag geben. Die Umsetzung des Bürgerentscheids rückt damit ein deutliches Stück näher. Das Architekturbüro berechnet für seine Leistungen rund 48 000 Euro netto.

FUB/BL-Fraktionssprecher Alexander Eisele kritisierte, dass in den vergangenen drei, vier Jahren „nichts“ passiert sei. Seine Fraktion sei immer noch davon überzeugt, dass das ursprünglich ausgearbeitete Sanierungskonzept gut und ausreichend sei. Die Bürgerinitiative habe damals im Vorfeld der Abstimmung in Aussicht gestellt, dass die Biberacher Hochschule einen kostenlosen Variantenvergleich durchführen könnte. Eine Idee, die sich im Nachhinein als nicht realisierbar herausstellte. „Das ist Wählertäuschung“, sagte Eisele. Er kritisierte, dass nun allein für die Erstellung des Raumkonzepts knapp 50 000 Euro ausgegeben werden müssten. Das sei eine Verschwendung von Steuergeldern.

Bürgermeister Achim Deinet konterte, dass es immer darum gegangen sei, die Vorgaben aus dem Bürgerentscheid zu erfüllen. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe hätten sich in ihren Treffen viele Gedanken gemacht und gute Arbeit geleistet. Die Erstellung des Raumkonzepts sei nötig, um daraufhin den Variantenvergleich zu erstellen. Und auf Wunsch der Arbeitsgruppe handele es sich dabei eben nicht mehr um drei, sondern um vier Varianten: ein Neubau am jetzigen Standort oder ein Neubau neben der jetzigen Sporthalle zur Friedrich-Jahn-Straße hin, der Sanierungsvorschlag der Bürgerinitiative und der Sanierungsvorschlag nach den Planungen von Architekt Seibert.

Für die Vergabe des Auftrags an das Architekturbüro Riehle & Assoziierte stimmten die Freien Wähler und Bürgermeister Achim Deinet. Die Gemeinderäte der CDU- und der FUB/BL-Fraktion enthielten sich.

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