Postkarten-„Grüße aus Kürnbach“ sind gratis

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 Bringen die ersten „Grüße aus Kürnbach“ auf den Weg: (von links) Juliana Rapp (Geschäftsführer der Schwäbischen Zeitung Biberac
Bringen die ersten „Grüße aus Kürnbach“ auf den Weg: (von links) Juliana Rapp (Geschäftsführer der Schwäbischen Zeitung Biberach), Thomas Reiter (Geschäftsführer Südmail) und Landrat Heiko Schmid. (Foto: Celina Fels)

Die Postkarte feiert in diesem Jahr ihren 150. Geburtstag. Das Oberschwäbische Museumsdorf Kürnbach hat dieses Jubiläum aufgegriffen: In Kooperation mit dem Zustelldienst Südmail können Gäste des Museums kostenlos Postkarten mit „Grüßen aus Kürnbach“ verschicken.

Auf der Oberfläche eines großen Picknicktischs stellt das Museum Postkartenmotive von 40 Gemeinden im Landkreis Biberach aus. „Jede Postkarte hat ein ganz eigenes Motiv, der Stil ähnelt sich teilweise aber sehr“, erzählt Christina McMullin. Der wissenschaftlichen Volontärin des Museumsdorfs in Kürnbach gefällt die Panorama-Postkarte der Stadt Bad Schussenried besonders. Diese wurde zum Teil fotografiert, aber auch bemalt.

Gezeigt werden Karten von Achstetten bis Zweifaltendorf, die aus dem Kreisarchiv in Biberach stammen. Interessierte können darüber hinaus einen nachgebauten Briefkasten aus dem Jahre 1860 bewundern.

„Früher wurden Postkarten nur auf der Vorderseite beschrieben“, sagt McMullin. Die Postkarte habe seinerzeit den Postverkehr revolutioniert: Im Jahr 1903 wurden so zum Beispiel eine Milliarden Postkarten in Deutschland verschickt. Die Karten waren preiswert und ermöglichten eine schnelle und formlose Kommunikation – sozusagen das WhatsApp des 19. Jahrhunderts.

Handgeschriebenes erfreut

„Als regionaler Briefdienstleister möchten wir das Museumsdorf in Kürnbach bei dieser Aktion unterstützen“, sagt Thomas Reiter. Der Geschäftsführer von Südmail findet, dass man sich gerade in Zeiten der Digitalisierung über eine handgeschriebene Postkarte im Briefkasten besonders freut. Auf den zu verschickenden Postkarten sind Motive und Szenen aus dem heutigen Kürnbacher Museumsdorf zu sehen.

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