Oberschwäbischer Biertag mit Verkostungen lockt nach Kürnbach

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Oberschwaben hat eine reiche Biertradition. Am Sonntag dreht sich in Kürnbach alles um den Gerstensaft.
Oberschwaben hat eine reiche Biertradition. Am Sonntag dreht sich in Kürnbach alles um den Gerstensaft. (Foto: dpa/Wolfram Kastl)
Schwäbische Zeitung

Beim Oberschwäbischen Biertag am Sonntag, 11. August, gibt es im Museumsdorf Kürnbach von 10 bis 18 Uhr die Vielfalt regionalen Bieres zu entdecken – Probieren inbegriffen. Ein attraktives Programm bietet Spannendes für die ganze Familie.

Ob filtriert oder naturtrüb, ober- oder untergärig, Pils oder Bock: Oberschwaben bietet eine Vielfalt an Bierspezialitäten. Das zeigen am Sonntag die vier noch bestehenden Traditionsbrauereien im Landkreis Biberach – das Bräuhaus Ummendorf, die Brauerei Blank aus Zwiefaltendorf, die Kronen-Brauerei Laupheim und die Schussenrieder Brauerei.

Mehr als 180 Brauereien in der Vergangenheit

Hinzu kommt die Hausbrauerei des Cafés Weichhardt aus Biberach. Im Eintrittspreis sind Kostproben inbegriffen, das gilt auch für Nichtalkoholisches. Manfred Storrer, Dezernent für Verwaltung, Kommunales und Kultur, sticht um 11 Uhr das Fass an.

Vor gut 150 Jahren gab es im Gebiet des heutigen Landkreises mehr als 180 Brauereien, dazu brauten Hunderte Menschen daheim eigenes Bier für den Hausgebrauch. Seither wurde der ganze Brauprozess durch technische Neuerungen revolutioniert: Ohne Kühlungstechnik hätten Pils und Helles ihren Siegeszug nicht antreten können.

Heimatforscher Paul Sägmüller hält um 13 und 15 Uhr Vorträge über die allgemeine und die regionale Biergeschichte (jeweils samt Bierverkostung für 40 Personen). Dazu gibt es auch eine Ausstellung mit historischen Bierkrügen, Bierdeckeln und Brauereischildern.

Der schattige Biergarten hat geöffnet, für die richtige Grundlage sorgen der Imbissbetrieb Rauscher, die Vesperstube und die Rißtaler Trachtengruppe mit im Bierteig ausgebackenen Spezialitäten. Die Musikvereine aus Mühlhausen und Pflummern spielen Blasmusik. Für den Fall, dass es regnet, steht ein Festzelt zur Verfügung.

Die Besucher können mit den Braumeistern fachsimpeln oder sich vom begeisterten Hobby-Brauer Frank Bittner erklären lassen, wie man sein eigenes Bier daheim im Keller herstellt. Bittner schenkt Museumsbockbier aus, das mithilfe heißer Eisen des Museumsschmieds Albert Ehrhart zum „Stachelbier“ wird.

Einen weiteren Hingucker bildet der Emminger Jürgen Heiß mit seiner mobilen Brauerei, der an diesem Tag auf offenem Feuer im Kessel Bier wie anno dazumal herstellt. Stefan Arnegger aus Tettnang führt zweimal durch den Hopfengarten des Museumsdorfs.

Der Museumsbäcker Reiner Schowald backt und die Brennerei aus dem 19. Jahrhundert ist in Betrieb. Die Mini-Dampfbahn des Schwäbischen Eisenbahnvereins dreht ihre Runden. Planwagenfahrten sowie Spiel- und Bastelstationen für Kinder runden das Angebot ab.

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