Neue Freiwillige beginnen ihr Jahr am ZfP Südwürttemberg

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An ZfP-Einrichtungen in der Region Donau-Riss begannen insgesamt 21 junge Menschen ein FSJ.
An ZfP-Einrichtungen in der Region Donau-Riss begannen insgesamt 21 junge Menschen ein FSJ. (Foto: Sarah-Lisa Nassal)
Schwäbische Zeitung

Sie wollen sich sozial engagieren und hilfebedürftige Menschen betreuen: 130 junge Menschen haben am 1. September ihr freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im ZfP Südwürttemberg begonnen. 21 von ihnen arbeiten in ZfP-Einrichtungen in der Region Donau-Riss. Vor kurzem kamen sie zur ersten Kurswoche in Bad Schussenried zusammen.

Die FSJler werden während ihres Freiwilligendienstes von der Akademie Südwest, der Bildungseinrichtung des ZfP Südwürttemberg, pädagogisch betreut. Die Freiwilligen wurden für die Seminarwochen in zwei Gruppen aufgeteilt. Die erste Gruppe kam nun in Bad Schussenried zusammen und lernte sich untereinander kennen. Am ersten Tag gab es zunächst viele formale Informationen für die jungen Menschen. Der zweite Seminartag war ein Fachtag zu verschiedenen Themen wie Erziehung und Jugend oder im Klinikbereich zu Psychiatrie. Am Mittwoch hatten die Teilnehmenden Spaß bei erlebnistherapeutischen Angeboten, am Donnerstag folgte ein Erste-Hilfe-Kurs. Als Abschluss der ersten Seminarwoche fand ein Kreativangebot statt. Nach dem Seminar ging es für die Freiwilligen zum Arbeiten in die Einsatzstellen. Im Verlauf des FSJs kommen die jungen Menschen alle fünf bis acht Wochen zu einem fünftägigen Seminar in die Akademie Südwest.

Auch an den ZfP-Standorten Weissenau und Zwiefalten kamen die FSJ-Gruppen zu ihrer ersten Seminarwoche zusammen. Insgesamt 74 junge Menschen sind in verschiedenen Bereichen des ZfP eingesetzt. Die Einsatzstellen sind vielfältig: Bibliotheken, die Kinder- und Jugendpsychiatrie, Suchtstationen, Forensische Kliniken, allgemein- und alterspsychiatrische Stationen, die Epileptologie, Tageskliniken, Gemeindepsychiatrische Zentren sowie Werkstätten für behinderte Menschen (WfBM) von Riedlingen bis an den Bodensee. Zudem arbeiten 56 junge Menschen an externen Einrichtungen wie Schulen, Kindergärten, Jugendhäusern, Krankenhäusern und Altersheimen.

Die jungen Menschen bringen verschiedene Motivationen und Gründe für ihr Freiwilligenjahr mit. Einige wollen sich im sozialen Bereich ausprobieren und haben dabei teilweise schon konkrete Pläne für eine Ausbildung in der Pflege, der Heilerziehungspflege oder der Jugend- und Heimerziehung. In vielen pflegerischen Bereichen ist ein einjähriges Vorpraktikum vorgeschrieben, hierbei kann ein FSJ angerechnet werden. Andere Freiwillige möchten nach dem Sozialen Jahr ein Studium in der Medizin, der Psychologie oder der Sozialen Arbeit aufnehmen. Manche der jungen Menschen möchten in eine technische oder kaufmännische Richtung gehen, aber davor etwas ganz anderes machen und sich sozial engagieren. Mit einem Freiwilligen Sozialen Jahr stehen verschiedene berufliche Wege zur Verfügung.

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