Kirchenchor St. Magnus muss auch kleines Konzert absagen

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Der Kirchenchor und das Orchester St. Magnus geben normalerweise einmal im Jahr ein großes Konzert.
Der Kirchenchor und das Orchester St. Magnus geben normalerweise einmal im Jahr ein großes Konzert. (Foto: Kirchenchor Bad Schussenried/Archiv)
Schwäbische Zeitung

Was ist erlaubt, was nicht? Diese Frage treibt viele Menschen seit Beginn der Corona-Pandemie um. Auch die Mitglieder des Kirchenchors St. Magnus in Bad Schussenried waren oft verunsichert, ob und unter welchen Bedingungen sie sich treffen oder auftreten dürfen. Nun muss auch das kleine Ersatzkonzert, das für Ende November geplant war, abgesagt werden.

Eine feste Tradition hat in Bad Schussenried seit 1991 das große Kirchenkonzert von Chor und Orchester St. Magnus, mit mehr als 100 Mitwirkenden. Für viele ist es der kulturelle Höhepunkt im Jahreskalender. Eigentlich wäre das Konzert gerade in diesem Jahr auf den Gedenktag der Heiligen Cäcilia gefallen: auf Sonntag, den 22. November. Sie ist die wirkmächtige Schutzpatronin der Kirchenmusik, der Sängerinnen und Sänger, Musikerinnen und Musiker. Eine Reliquie von ihr können die Schussenrieder im Magnusaltar unser Eigen nennen.

„Eigentlich hätten wir die Konzertbesucher in diesem Jahr mit Mendelsohns großartigem Magnificat D-Dur, einem Magnificat unseres Schussenrieder Klosterkomponisten Chorherr Wilhelm Hanser sowie Vertonungen zur Heiligen Cäcilia erfreut“, schreibt Chor- und Orchesterleiter KMD Matthias Wolf in einer Pressemitteilung. Und eigentlich wäre jetzt das Programmheft erstellt, die Plakate, Flyer und Eintrittskarten gedruckt, die Sponsoren abgefragt, Einladungen an Ehrengäste und Chöre verschickt, der Presseartikel verfasst. Doch Corona habe alles durcheinander gebracht.

Die Musiker hätten sich gemeinsam lange überlegt, was sie trotzdem anbieten könnten. Geplant war ein kleines Konzert mit einer coronagerechten Besetzung am 21./22. November im Bibliothekssaal bei freiem Eintritt. Doch auch diesen Plan habe der „Lockdown Light“ nun vereitelt. Denn im November sind überhaupt keine Konzerte möglich.

Trotzdem seien die Sänger froh, dass sie, im im Gegensatz zu weltlichen Chören, die gerade Singverbot haben – in den Gottesdiensten mit einer kleinen Besetzung singen, dafür proben und die Gottesdienstbesucher erfreuen dürften. „Wir wünschen, dass wir Ihnen 2021 wieder ein wunderbares Großes Kirchenkonzert schenken dürfen und dass schon das Dreikönigskonzert 2021 möglich sein wird“, wendet sich Matthias Wolf an die Freunde der Chor- und Kirchenmusik.

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