Humboldt-Institut empfängt nach Zwangspause im Juli wieder erste Sprachschüler

 Seit mittlerweile zehn Jahren prägen die internationalen Schüler des Humboldt-Instituts das Stadtbild von Bad Schussenried.
Seit mittlerweile zehn Jahren prägen die internationalen Schüler des Humboldt-Instituts das Stadtbild von Bad Schussenried. (Foto: HI)
Schwäbische Zeitung

Mit 73 Schülerinnen und Schülern fing am 5. Juni 2011 alles an. Diese Schüler waren die ersten, die einen Deutschkurs im Humboldt-Institut Bad Schussenried, am Standort der ehemaligen Zellerseeklinik, besuchten. In den Wochen, Monaten und Jahren darauf, kamen immer mehr Kursteilnehmer hinzu und mittlerweile sind die vielen Schüler aus aller Welt kaum mehr aus dem Schussenrieder Stadtbild wegzudenken. Nun sind es mittlerweile zehn Jahre, dass es das Spracheninstitut in Bad Schussenried gibt.

Mit einer Ausnahme: Wegen der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Reisebeschränkungen wurden die Deutschkurse im vergangenen Herbst temporär ausgesetzt. Am 4. Juli 2021 geht es, fast auf den Tag genau wie vor zehn Jahren und einen Monat, wieder los. Die Institutsleiterin vor Ort, Kathrin Kroker, freut sich gleich aus mehreren Gründen auf die Wiedereröffnung: „Ich vermisse mein tolles Team und die tägliche Zusammenarbeit vor Ort, den geregelten Berufs- und Schulalltag, die lustigen und innigen Momente mit unseren Schülern im Internat, die Witze, die wir mit ihnen machen, sogar die ein oder andere strengere Diskussion und das dazugehörige fragende Gesicht des Jugendlichen, unseren Unterricht und die Aktivitäten, die Ausflüge, eigentlich alles.“

Zeit für Renovierungen genutzt

Die schülerlose Zeit im Institut wurde für Renovierungen der Schülerzimmer und die Einrichtung von digitalen Klassenräumen genutzt. So profitieren die Schülerinnen und Schüler von den neuesten Lehr- und Lernformen im Deutschunterricht. Bislang haben sich knapp 300 Schülerinnen und Schüler angesagt, die in diesem Sommer in Bad Schussenried Deutsch lernen und dabei mehr über Land und Leute erfahren möchten. Für die ersten Juliwochen ist bereits die maximale Kapazität erreicht. Durch die strengen Hygienemaßnahmen können nur halb so viele Schüler wie üblich aufgenommen werden. Die Sicherheit der Schüler habe dabei oberste Priorität.

Durch ein Familienmodell werden die Kontakte reduziert und dennoch eine familiäre Umgebung für die internationalen Schüler gewährleistet. „Trotz dieser Herausforderungen freuen wir uns auf den Sommer und die nächsten zehn Jahre“, fasst Geschäftsführer Lennart Güthling die aktuelle Lage zusammen. Auch für zahlreiche Mitarbeiter steht das zehnjährige Betriebsjubiläum an, was nachgefeiert werden soll, sobald die Lage dies wieder zulässt.

Deutschkurse für mehr als 80.000 Schüler

Das Humboldt-Institut ist ein gemeinnütziger Verein, der an verschiedenen Standorten Kurse für Deutsch als Fremdsprache anbietet. Gegründet wurde das Institut 1977. Seit seinem Bestehen haben über 80.000 Schüler aus mehr als 160 Ländern einen Deutschkurs am Humboldt-Institut besucht. Von einem einzigen Standort im Schloss Ratzenried, der heutigen Zentrale, wuchs das Institut zu einem Netzwerk von 16 Standorten an, von denen vier - Berlin-Mitte, Konstanz, Lindenberg und Bad Schussenried – ganzjährig geöffnet sind.

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