Der Blick in die Schussenrieder Sporthalle zeigt: Die Halle ist dringend sanierungsbedürftig.
Der Blick in die Schussenrieder Sporthalle zeigt: Die Halle ist dringend sanierungsbedürftig. (Foto: Michael Mader)
Michael Mader

Die Arbeitsgruppe Sporthalle Bad Schussenried, die sich aus Gemeinderäten, Vertretern der Vereine und der Schulen zusammensetzt, hat sich am Donnerstagabend mit großer Mehrheit bei einigen Enthaltungen darauf geeinigt, den Variantenvergleich der Halle auf der Basis des Raumkonzepts des Gremiums durchzuführen. Das beauftragte Architektenbüro Riehle und Assoziierte aus Reutlingen soll bis Ende Oktober für die drei Varianten „Generalsanierung der Halle“, „Neubau der Halle am bisherigen Standort“ sowie „Neubau der Halle an einem anderen Standort“ die Kosten ermitteln, damit der Gemeinderat verlässliche Zahlen zur Beratung vorliegen hat. Mit diesem Vorgehen wird der Bürgerentscheid vom 7. Mai 2017 umgesetzt, der mehrheitlich den Variantenvergleich gefordert hat.

„Ich freue mich, dass wir heute einen Knopf darangemacht haben“, bilanzierte Bad Schussenrieds Bürgermeister Achim Deinet. Die Arbeitsgruppe habe während der vergangenen zwei Jahre in insgesamt fünf Sitzungen einen guten Job gemacht. Schulen und Vereine hatten konkrete Vorschläge zum Raumkonzept gemacht. Auch die Bürgerinitiative pro Sporthalle, die den Bürgerentscheid initiiert hatte, habe sich bereits bei der dritten Sitzung der Arbeitsgruppe im September 2017 mit einem eigenen Raumkonzept eingebracht.

Erarbeitet wurde unter anderem, dass die Halle rund 900 Quadratmeter größer werden soll als die bisherige Hallenfläche von rund 1900 Quadratmetern. Die eigentliche Sportfläche der Dreifachturnhalle bleibt mit 1215 Quadratmetern dabei unverändert. Eine zusätzliche Gymnastikhalle mit eigenem Umkleidebereich ist ebenso vorgesehen wie eine in die Halle integrierte Mensa mit Küche und Gästebereich. Zudem soll die Zuschauerkapazität von jetzt rund 200 auf dann 300 Menschen erhöht werden mit einer ausreichend großen WC-Anlage. „Allerdings muss man in diesem Fall die Versammlungsstättenverordnung berücksichtigen, die unter anderem durch eine Lüftungsanlage höhere Kosten verursacht“, wie Immo Scholze von Riehle und Assoziierte ausführte. Das letzte Wort sei da noch nicht gesprochen, der Gemeinderat könne die Zuschauerzahl auch wieder auf 200 zurückschrauben.

Schulleiter stimmen zu

Auch die Umkleidemöglichkeiten für Lehrer, Trainer, Sportler und Behinderte sollen deutlich vergrößert werden. Auch die beteiligten Rektoren der vier Schulen in Bad Schussenried stimmten für den Vorschlag. „Mit diesen Vorgaben können wir sehr gut leben, weil wir unsere Vorschläge weitgehend verwirklicht sehen in der Planung“, sagte Albrecht Binder, Schulleiter der Jakob-Emele-Realschule. Vor allem die zusätzlich vorgesehene Gymnastikhalle findet die Zustimmung der Schulleiter. „Jetzt ist es am Gemeinderat, in Zusammenarbeit mit der Verwaltung die beste Lösung für das Projekt zu finden“, beschrieb Deinet das weitere Vorgehen in den kommenden Monaten nach der Sommerpause.

Über etwaige Kosten und deren Finanzierung wurde in der Sitzung der Arbeitsgruppe nicht diskutiert. Hinter vorgehaltener Hand und auch im Vergleich zu Hallen in ähnlichen Größenordnungen in anderen Städten, sind wohl Kosten von sechs bis acht Millionen Euro je nach Variante eine realistische Zahl.

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