Ein Urgestein des ZfP Schussenried nimmt seinen Hut

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Herbert Wilzek freute sich über seine Geschenke.
Herbert Wilzek freute sich über seine Geschenke. (Foto: AKA)
Angela Körner-Armbruster

Die Belegschaft des Zentrum für Psychiatrie (ZfP) Südwürttemberg hat am Freitag den langjährigen Personalratsvorsitzenden Herbert Wilzek verabschiedet. Wilzek hatte diesen Posten 28 Jahre lang inne.

Geschäftsführer Dieter Grupp betonte in seiner Rede, dass Herbert Wilzek nicht den Elfenbeinturm der Forschung, sondern „konkretes Arbeiten“ vorgezogen habe. Sein Ausscheiden sei für das ZfP ein Verlust, weil er entscheidende Entwicklungen mitgestaltet habe. Grupp erinnerte in humorvoller Weise an aufreibende Streitpunkte der vergangenen Jahrzehnte und bürokratische Skurrilitäten. Schließlich überreichte er „ordnungsgemäß laut Dienstanweisung“ eine Dankesurkunde.

Landrat Heiko Schmid lobte Wilzeks ausgleichende Wirkung auf alle Beteiligten, seine Empathie, Ruhe und Besonnenheit und dass er immer die Menschlichkeit und ein gutes soziales Klima im Blick gehabt habe. Der Landrat endete seine Rede mit einem herzlichen „Vergelt‘s Gott für einen Pfundskerle“.

Elke Dietmaier und Bruno Sing moderierten die Feierstunde und holten Bürgermeister Achim Deinet, Dienststellenleiter Christoph Vieten und Frank Kuhn von der Geschäftsleitung zu sich zu einem Trialog über den Stellenwert des ZfP in der Gemeinde. Dabei boten sie keinen beschönigenden Rückblick, sondern eine sachliche Einschätzung aller Facetten des ZfP samt aller düsteren Zeiten. Auch diese drei lobten Wilzeks Einsatz für die Mitarbeiter und seine Bereitschaft zu unkonventionellen Lösungen.

Die Personalräte zählten ebenfalls alle Vorzüge ihres scheidenden Vorsitzenden auf und lobten seine Fähigkeit zu Transparenz, Austausch und Demokratie. Sie boten auch optische Erinnerungen, Meilensteine der vergangenen 30 Jahre und nach zwei Stunden fiel der Satz: „Du bist eine Legende, solche Modelle werden heute nicht mehr gebaut!“

Zum guten Schluss rundete ein weiterer Rückblick des künftigen Pensionärs den offiziellen Teil Feierlichkeit ab und er zog zufrieden sein Fazit: „Ich finde, wir haben das gut hingekriegt!“

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