„Walking Mad“ aus Memmingen brachten gute Laune mit.
„Walking Mad“ aus Memmingen brachten gute Laune mit. (Foto: Angela Körner-Armbruster)
Angela Körner-Armbruster

Der Vollmond hat beim 15. Schussenrieder Vollmondlauf dieses Jahr niemandem heimgeleuchtet – aber Spaß gab es beim TV Schussenried im Überfluss. Beim ersten Startschuss waren bereits 480 Erwachsene und 170 Kinder gemeldet und es strömten immer noch neue Laufwillige in die Stadthalle.

Zu ihnen gehörten beispielsweise sechs junge Läufer aus Memmingen. Sie nennen sich „Walking Mad“ und „St nr 754 Jg 91 kl w Diana“ war auf ihrem Meldebogen zu lesen. Der extrem hohe Gute-Laune-Faktor der Allgäuer Sportler konnte allerdings in keiner Kategorie eingetragen werden. Der erste Vorsatz der sonst zehn Personen zählenden Gruppe war: „Spaß haben!“ Erst danach erwähnten sie das Erreichen der Ziellinie und nur einer hatte sich ein ehrgeiziges Limit gesetzt und wollte die fünf Kilometer in 21 Minuten schaffen.

Mit Handschuhen und Müsliriegel

Während die „verrückten“ Memminger Läufer noch einen Stirnlampentest durchführten und über nackte Knie diskutierten, zogen andere Schicht über Schicht und jonglierten mit klammen Fingern mit Transponder-Chip und Startnummer, Handschuhen und Müsliriegel. Das Vollmondbier jedoch wird den Sportlern erst beim Zieleinlauf überreicht.

Die Kinder hatten zu diesem Zeitpunkt bereits erfolgreich Mäuselauf und Staffellauf absolviert. Nicht jeder war von der Ziellinie aus gestartet und so mancher hatte auch den Start verpasst und spurtete alleine los – doch alles mit ernsthaftem Ehrgeiz, großem Trubel und weltmeisterlich unterstützt von den Eltern, die stimmlich alles gaben.

Am Kuchenbuffet ging es derweil wesentlich beschaulicher zu. 24 leckere Tortenplatten versprachen die erfolgreiche Rückkehr der verbrannten Kalorien. „Vorher kann ich nichts essen, aber hinterher schlag ich zu. Drei Stücke sind dann ratzfatz weg,“ grinste ein junger Mann, der barfuß einen Probelauf auf dem Parkplatz absolvierte.

Drin in der Halle aber saß ein vergnügtes „Begleit-Team“ und inspizierte die Preise. „Wir haben unsere besseren Hälften zum Genusslauf auf die Strecke geschickt, damit sie das Spanferkel gewinnen. Das wird dann nämlich ein Genuss für alle.“ Ganz egal, ob nun fünf, elf oder 21 Kilometer bewältigt wurden, viele Teilnehmer spendeten für die perfekt organisierte Veranstaltung ein großes Lob und versicherten, dass im Zeichen des Schussenrieder Vollmondes jeder Lauf ein Genusslauf sei.

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