Dampf ersetzt Muskelkraft: Museumsdorf führt historische Maschinen vor

Die historische Dampfmaschine im Einsatz können die Besucherinnen und Besucher des Museumsdorfs Kürnbach am Wochenende beobachte
Die historische Dampfmaschine im Einsatz können die Besucherinnen und Besucher des Museumsdorfs Kürnbach am Wochenende beobachten. (Foto: Landratsamt)
Schwäbische Zeitung

Wie früher mit Muskelkraft, Dampfmaschine und Dieselmotor landwirtschaftliche Arbeiten verrichtet wurden, können die Besucherinnen und Besucher im Oberschwäbischen Museumsdorf Kürnbach am Sonntag, 13. Juni, erleben.

Das Kürnbacher Dampffest gehört normalerweise zu den Höhepunkten des Museumsjahrs, das historisch Interessierte aus nah und fern anlockt. Aufgrund der Corona-Pandemie muss es in diesem Jahr jedoch erneut ausfallen. Das berichtet das Landratsamt. Doch den Besucherinnen und Besuchern ist am Sonntag, 13. Juni, trotzdem etwas Besonderes geboten. Sie können die Kürnbacher Dampfmaschine von 1912 in Aktion erleben: Die Kraft des Dampfs treibt die historische Dreschmaschine an – früher ein alltägliches Bild auf den Höfen Oberschwabens, heute ein echter Hingucker. Die Vorführungen finden vier Mal über den Tag verteilt statt.

Bevor die Dampfkraft Ende des 19. Jahrhunderts allerorts Einzug hielt, wurden mechanische Arbeiten oft mithilfe der Muskelkraft der Tiere verrichtet. Die Besucherinnen und Besucher erleben ab 11 Uhr im Museumsdorf immer zur vollen Stunde das Pferd Konrad Reichles am historischen Göpel – einer Kraftübertragungsmaschine, die früher zahlreiche Maschinen wie etwa Schrotmühlen antrieb. Indes wird die selbstfahrende Museums-Bandsäge mit ihrer Transmission von einem alten Dieselmotor angetrieben: Sowohl Säge als auch Holzspalter laufen mit dieser Kraftquelle.

Auf zwei gut 90-minütigen Lerngängen durchs Museumsdorf erklärt der Diplom-Ingenieur Michael Groh, Natur- und MINT-Pädagoge aus Ummendorf, den Kindern ganz lebendig, was es mit dem Begriff „Pferdestärken“ auf sich hat. Die Lerngänge beginnen um 10.30 und 14 Uhr. Bei den laufenden Maschinen und in praktischen Übungen erfahren Kinder von zehn bis zwölf Jahren ganz praktisch, was man einsetzen muss(te), um Dinge zu bewegen. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, weitere Informationen gibt es auf der Homepage des Museumsdorfs, dort kann man sich auch für die Lerngänge anmelden.

Und auch für Verpflegung ist am Sonntag gesorgt: Museumsbäcker Reiner Schowald holt frisch gebackene Leckereien aus dem historischen Backhäusle. Auch die Kürnbacher Vesperstube und der Imbissstand Dressel bieten schwäbische Köstlichkeiten an.

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