Brass-Band Fäaschtbänkler zieht die Massen an

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 Die Fäaschtbänkler waren der Hauptakt am Donnerstag bei den World Blasmusik Days.
Die Fäaschtbänkler waren der Hauptakt am Donnerstag bei den World Blasmusik Days. (Foto: Luca Mader)
Luca Mader

Zahlreiche Blasmusik-Liebhaber haben die World Blasmusik Days am Donnerstag auf dem Festplatz in Bad Schussenried besucht. Der musikalische Höhepunkt des Tages war der Auftritt der Fäaschtbänkler am Abend.

Schon um 15 Uhr begann der Ansturm von Besuchern auf das Schussenrieder Festplatz-Gelände. Viele der Blasmusik-Verrückten wollen das Festival über mehrere Tage erleben und haben deshalb ihre Zelte auf der angrenzenden Grünfläche aufgeschlagen. Auffällig ist hierbei, dass in der Zeltstadt sehr viel selbst musiziert wird. Vorrangig natürlich mit Blechblasinstrumenten. Max Hochdorfer aus Schönebürg ist zusammen mit dem Musikverein seines Heimatorts angereist. „Wir haben unseren eigenen Kühlwagen für die Verpflegung dabei“, sagt der 18-Jährige.

Auf einer großen Bühne stellten mittags verschiedene Blasmusik-Gruppen ihr Können zur Schau. Das Programm reichte von klassischer Blasmusik der Stadtkapelle Bad Schussenried bis hin zu der ausgelassenen Festmusik der Partyböcke. Das Publikum bestand dabei hauptsächlich aus jungen Leuten zwischen 20 und 30 Jahren.

Fäaschtbänkler sorgen für tolle Stimmung

Der Auftritt der Schweizer Brass Band Fäaschtbänkler war der Höhepunkt des Abends. Die fünfköpfige Band ist in der Brass-Szene sehr bekannt. Brass-Bands sind Blasmusik-Gruppen, die traditionelle Blasmusik auf eine fetzigere und modernere Weise interpretieren. Entsprechend euphorisch reagierte das junge Publikum auf den Auftritt der Brass-Stars. Vor allem die Medleys, in denen die Fäaschtbänkler in fünf Minuten mehr als 25 verschiedenen Lieder anspielten, kamen bei den Zuschauern sehr gut an. Die Musikgenres reichten dabei von Rock über Schlager bis hin zur Chartmusik.

Ein besonderer Höhepunkt des Auftritts war, als die Musiker von der Bühne herunter kamen und mitten im Publikum weiterspielten. Der abwechslungsreiche Mix aus Cover-Titeln wie „Marmor, Stein und Eisen bricht“ und selbst geschriebenen Songs wie „Can you English please?“ animierte das Publikum immer wieder zum mitsingen und mitklatschen.

„Ich bin nur wegen den Fäaschtbänklern hier. Meine Kinder haben mich auf sie aufmerksam gemacht“, sagt Alex Rehm aus Ebersbach. Der 46-Jährige fügt hinzu: „Sie haben mir gut gefallen, die Stimmung war toll.“ Max Hochdorfer zeigte sich ebenfalls überzeugt von den Fäaschtbänklern. „Die Kombination aus aus traditioneller Volksmusik und Partymusik finde ich einfach gut“, so der Hornist des Musikvereins Schönebürg. Nach dem Höhepunkt des Abends war das bunte Treiben auf dem Schussenrieder Festplatz aber noch lange nicht beendet. Im Festzelt legte DJ Fox bis in die späten Nachtstunden hinein auf.

Auf den World Blasmusik Days treten noch bis Sonntag die verschiedensten Brass-Gruppen auf.

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