Ist die Nummer eins der Setzliste bei den best wood Schneider Open in Bad Schussenried: Zizou Bergs aus Belgien.
Ist die Nummer eins der Setzliste bei den best wood Schneider Open in Bad Schussenried: Zizou Bergs aus Belgien. (Foto: imago images)
Michael Mader

Weitere Informationen zum Turnier gibt es unter www.schneider-open.de

Mit den best wood Schneider Open findet auf der Anlage des TC Bad Schussenried (TCS) zum zweiten Mal nach 2018 ein hochkarätiges ITF-Tennisturnier statt. Bis zum kommenden Samstag werden an sechs Turniertagen im Einzel zunächst die Qualifikation mit 24 Teilnehmern ausgespielt, danach folgt das Hauptfeld mit 32 Teilnehmern. Im Doppel gehen 16 Paare ins Rennen.

Nach der sehr positiven Resonanz im vergangenen Jahr auf sportliches Niveau und Organisation hatte sich der ausrichtende TC Bad Schussenried sogar kurzfristig mit dem Gedanken an ein Challenger-Turnier befasst. Doch dafür wären 100 000 Euro nötig gewesen. „Nach reiflicher Überlegung und in Abstimmung mit den Sponsoren haben wir in diesem Jahr darauf verzichtet und sind bei einem 15 000-Dollar-Turnier geblieben“, sagt Rainer Walser, der zweite Vorsitzende des TCS und der technische Direktor des Vereins. Noch sei aber ein größeres Turnier denkbar und werde für das nächste Jahr nochmals mit größtem Elan angegangen.

WTB-Präsident ist Turnierdirektor

Insgesamt sind laut Walser rund 600 Meldungen für die best wood Schneider Open aus der ganzen Welt eingegangen. Das Teilnehmerfeld sei in diesem Jahr noch besser besetzt. „Vor allem in der Breite“, sagt Walser. Stefan Hofherr, frisch gewählter Präsident des WTB, wird erneut als Turnierdirektor fungieren. Auch Patrick Mackenstein, der prominenteste deutsche Schiedsrichter aktuell, wird als Supervisor fungieren.

Hinter dem an Nummer eins gesetzten Zizou Bergs aus Belgien, der aktuell in der ATP-Weltrangliste auf Platz 435 steht, geht mit Marvin Netuschil der bestgesetzte Deutsche an den Start. Netuschil hat auch schon bei den deutschen Meisterschaften am Biberacher WTB-Stützpunkt gespielt. Lokalmatador Dominik Boehler vom TC Bad Schussenried ist an Nummer fünf gesetzt und will sein doch eher enttäuschendes Vorjahresergebnis, als er in der zweiten Runde ausschied, vergessen machen. „Ich traue ihm einiges zu, zumal er sicher hoch motiviert sein wird“, sagt Walser.

Sechs weitere deutsche Spieler stehen im vorläufigen Hauptfeld, das sich durch verletzungsbedingte Absagen auch noch kurzfristig ändern kann, darunter auch Linus Erhart vom TCS. Ob es zusätzliche Spieler aus Bad Schussenried schaffen können, wird die Qualifikation zeigen. Michael Walser, David Gaissert und Dominique Graf müssen durch diese harte Mühle.

Titelverteidiger Matthias Haim und auch sein damaliger Finalgegner Mario Villela Martinéz werden nicht am Start sein. Der Österreicher Haim hat seine Profikarriere überraschend mit 21 Jahren beendet, der Spanier hat unterdessen besser dotierte Turniere im Blick. Der letzte im Bunde, Bernd Elshof, hat aus Verletzungsgründen kurzfristig auf das Doppel verzichtet. Die Finalspiele werden am Samstag zunächst in der Doppelkonkurrenz und dann im Einzel ausgetragen. „Große Favoriten gibt es in beiden Wettbewerben nicht“, sagt Walser. Die Zuschauer könnten sich auf enge Matches auf den acht Sandplätzen in Bad Schussenried freuen.

Weitere Informationen zum Turnier gibt es unter www.schneider-open.de

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