Betrüger wollen Senioren um Erspartes bringen - diese Tipps gibt die Polizei

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Eien Seniorin am Handy
Ob Enkeltrick oder Falsche-Polizisten-Masche: Betrüger suchen sich bevorzugt Senioren als Opfer. (Foto: dpa)
Schwäbische Zeitung

Erneut wollten Unbekannte am Mittwoch an das Ersparte von Senioren. Eine 80-jährige Bad Schussenriederin ließ sich jedoch nicht überlisten.

Gegen 11 Uhr klingelte das Telefon bei einer Bewohnerin in Bad Schussenried. Der Anrufer schilderte einen Unfall. Zur Begleichung des Schadens solle die 80-Jährige eine größere Summe Geld bereitstellen. Ein Rechtsanwalt würde das Bare dann abholen. Die Frau war gut informiert: Sie hatte den Verdacht, dass sie es mit einem Betrüger zu tun hatte und beendete das Gespräch.

Zwischen 11 und 17 Uhr gaben sich Betrüger bei insgesamt fünf Bewohnern in Geislingen, Erbach, Dietenheim und Ulm aus: Sie riefen die Senioren an und schilderten einen Einbruch. Die 63- bis 90-Jährigen kannten die Masche, beendeten das Gespräch und riefen die Polizei. Die hat nun die Ermittlungen aufgenommen und sucht die Täter.

Infonachmittag in Ulm

Wie die Betrüger vorgehen und was man tun kann, um sich zu schützen, darüber informieren Stadt Ulm und Polizei in einer gemeinsamen Veranstaltung am Montag, 21. Oktober, von 16 bis etwa 17.30 Uhr im Foyer des Ulmer Rathauses. Kripobeamte und Beschäftigte der Prävention informieren ausführlich in Vorträgen und im persönlichen Gespräch. Sie stehen anschließend für Fragen zur Verfügung. Der Eintritt ist frei.

Diese Tipps gibt die Polizei

  • Die Polizei fragt Sie nicht am Telefon nach Wertsachen, ohne dass Sie zuvor eine Anzeige erstattet haben. Geben Sie daher am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis.
  • Betrüger wählen ihre Opfer häufig anhand des Vornamens aus dem Telefonbuch aus. Daraus können sie oftmals Rückschlüsse auf das Alter ziehen. Senioren werden bevorzugt übers Ohr gehauen. Überlegen Sie sich also, ob sie zumindest ihren Vornamen löschen oder abkürzen lassen.
  • Bewahren Sie Ruhe und gehen Sie nicht auf derartige Forderungen ein. Legen Sie den Hörer manuell auf.
  • Rufen Sie die 110 oder Ihre Polizeidienststelle an. Benutzen Sie dabei niemals die Rückruftaste.
  • Notieren Sie sich die auf Ihrem Telefon angezeigte Nummer des Anrufers.
  • Prägen Sie sich möglichst Stimme und Besonderheiten der Sprache des Anrufers ein.
  • Erstatten Sie Strafanzeige bei Ihrer Polizei, falls Sie Opfer eines solchen Betruges geworden sind.
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