Die Fachärzte Anastasia Diga und Paul Lahode luden zum runden Tisch ins ZfP ein.
Die Fachärzte Anastasia Diga und Paul Lahode luden zum runden Tisch ins ZfP ein. (Foto: Privat)
Schwäbische Zeitung

Bad Schussenried - Auf Initiative von Paul Lahode, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und –psychotherapie und Leiter des Geschäftsbereichs Arbeit und Wohnen im ZfP Südwürttemberg, hat erstmalig ein Runder Tisch zur Versorgung der „Jungen Wilden“ im Landkreis Biberach stattgefunden. Rund 20 Vertreter aus der Jugendhilfe, dem gemeindepsychiatrischen Verbund, dem Sozialamt und Kreisjugendamt sowie des ZfP folgten der Einladung.

Bei der Versorgung der „Jungen Wilden“ geht es um Jugendliche und junge Erwachsene mit psychischen, sozialen, familiären oder beruflichen Problemen. Die Teilnehmer des Runden Tisches waren sich einig, dass gerade der Übergang vom Jugend- ins Erwachsenenalter häufig eine große Herausforderung darstellt. Mit Erreichen der Volljährigkeit wechseln die Hilfesysteme und es wird eine zunehmende Selbständigkeit und Eigenverantwortung von den dann 18-Jährigen erwartet. Häufig benötigen diese aber weiterhin Unterstützung.

„Es ist daher wichtig, die Übergänge vom Jugend- ins Erwachsenenalter zu begleiten und die verschiedenen Hilfesysteme besser zu vernetzen“, betont Paul Lahode. Auch wenn es im Landkreis bereits viele Unterstützungsangebote gibt, sei doch der gegenseitige Austausch entscheidend. So können Doppelstrukturen vermieden werden.

Ergebnis des Runden Tisches war die Bildung von vier Arbeitsgruppen: Konzeptentwicklung für eine neue ambulante und stationäre Versorgungsform, Arbeit und Tagesstruktur sowie psychiatrische Versorgung. Anastasia Diga, Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie im ZfP, ist bei der psychiatrischen Versorgung von Adoleszenten bereites einen großen Schritt voran gegangen: Sie konzipierte und gründete eine Ambulanz für Adoleszente am Standort Bad Schussenried und möchte die Versorgung in diesem Bereich weiter ausbauen.

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