Willi Chevalier, Sigmaringen, ist Deutscher Meister 2012 in der Kategorie "Kinnbart Freistil". (Foto: kirchenmajer)
Mathias Kirchenmajer

Internationaler Besuch ist am Wochenende in Bad Schussenried zu Gast gewesen. Rund 163 Bartträger haben sich am Samstag im Bierkrugstadel von einer siebenköpfigen Jury ihren Gesichtsschmuck bewerten. Veranstalter dieser erstmals in der Region Oberschwaben ausgerichteten Internationalen Bartmeisterschaft war der Höfener Bart- und Schnorresclub aus Höfen/Enz.

Die Teilnehmer kamen aus Deutschland, den Niederlanden, der Schweiz, Österreich, Italien, Frankreich und der USA. Bei seiner Begrüßung zeigte sich der Präsident des Höfener Bartclubs, Wolfgang Stier, begeistert und sagte, er sei sprachlos über die vielen Teilnehmer und Besucher.

Die Wertung erfolgte in insgesamt 18 Kategorien nach den strengen Bestimmungen des Verbands Deutscher Bartclubs (VDB). Die Klassen reichten von den verschiedenen Formen des Schnauzbartes über die unterschiedlichen Kinn- und Backenbärte bis zu den vier Kategorien der Vollbärte. Die Mitglieder der Vorjury, die die Einordnung der Teilnehmer in die jeweilige Kategorie vornahmen, hatten für ihre nicht ganz leichte Aufgabe Musteraufnahmen der Bartformen vorliegen, anhand derer sie die Zuteilung vornahmen.

Zahlreiche Besucher füllten den Bierkrugstadel. Für viele war die Art der Meisterschaft unbekannt. Wolfgang Stier erklärte, sein Club habe aufgrund langjähriger Kontakte zum Seniorchef der Schussenrieder Brauerei die Veranstaltung dorthin verlegt. Das Interesse der Medien war jedenfalls enorm. Zahlreiche Fotografen und mehrere Aufnahmeteams in- und ausländischer Fernsehanstalten verfolgten die Meisterschaft. Die Teilnehmer aus den USA hatten ein eigenes, vierköpfiges Fernsehteam mitgebracht.

Kreativität, Fantasie und Kunstfertigkeit stellten sie Bartträger unter Beweis. Je nach Kategorie sind zum Stylen der Haarpracht mehrere Stunden erforderlich. Da dieser Zeitaufwand im Alltag nicht möglich sei, erklärte Gerhard Knapp aus Pforzheim mit seinem geschwungenen und gezwirbelten Vollbart, erbringe er ihn nur bei Meisterschaften. Ansonsten trage er die Barthaare gerade nach unten. (sz)

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