Am Sonntag hat der Aufsteiger FV Bad Schussenried den Verbandsliga-Absteiger und aktuellen Tabellenführer FC Albstadt zu Gast.
Am Sonntag hat der Aufsteiger FV Bad Schussenried den Verbandsliga-Absteiger und aktuellen Tabellenführer FC Albstadt zu Gast. (Foto: Colourbox)
Michael Mader

Der FV Bad Schussenried ist durch die zwei deutlichen Niederlagen zuletzt gegen Weingarten (0:3) und in Kehlen (0:4) bedrohlich an die Abstiegsränge der Fußball-Landesliga gerutscht. Am Sonntag hat der Aufsteiger den Verbandsliga-Absteiger und aktuellen Tabellenführer FC Albstadt zu Gast. Die Partie im Zellerseestadion wird um 15 Uhr angepfiffen.

„Wir haben in der vergangenen Woche sehr viel gesprochen und auch gut trainiert“, macht Schussenrieds Trainer Daniel Amann Mut für das Spiel gegen den Spitzenreiter. Dennoch war und ist die Enttäuschung über die zwei deftigen Niederlagen geblieben. „Vor allem zu Hause gegen Weingarten haben wir sehr schlecht gespielt, in Kehlen war es schon deutlich besser und der Sieg des Gastgebers ist auch zu hoch ausgefallen.“

Konsequente Abwehrarbeit nötig

Für Amann ist klar, dass man nach dem guten Start in die Saison jetzt da angekommen ist, wo viele den Neuling schon von Anfang an vermutet hätten – im Abstiegskampf. „Das muss uns allen bewusst sein, dass es nur darum geht in den kommenden Wochen und Monaten“, betont der Trainer. Gegen den FC Albstadt habe man nichts zu verlieren, zumal sein Team auch schon in dieser Saison bewiesen habe, dass man gegen die sogenannten Großen durchaus den einen oder anderen Zähler holen könne. Dazu brauche es aber insbesondere eine konsequente Abwehrarbeit und auch ein bisschen mehr Glück im Abschluss. „In den letzten Wochen hat uns das ein wenig verlassen.“

Amann hat den FCA per Videostudium des Spieles gegen Laupheim analysiert und hat auch die eine oder andere Schwäche im Defensivverhalten der Blau-Weißen entdeckt. Das Team um Coach Alexander Eberhart hat den siebten Sieg in Folge am vergangenen Samstag im heimischen Albstadion knapp verpasst und musste sich mit einem Remis gegen Mitabsteiger Laupheim zufrieden geben. Dennoch sei Albstadt natürlich der klare Favorit in diesem Spiel, auch wenn Trainer Alexander Eberhart die Violetten stark redet: „Das wird eine richtige Prüfung für uns. Wir werden auf einen engagierten Gegner treffen, der alles versuchen wird, um uns die Entfaltung im Spiel so schwer wie möglich zu machen. Schussenried ist mit 13 Punkten ganz anerkennenswert gut in die Saison gestartet, hat aber in den letzten beiden Begegnungen doch etwas Federn lassen müssen. Vor allem aber zu Hause sind sie nicht ungefährlich.“

Das habe die Mannschaft gegen Mengen, Nusplingen und Ochsenhausen auch schon gezeigt. Der Albstädter Coach ist gut informiert über die Schussenrieder und weiß auch um die Stärke eines Felix Bonelli, der allerdings Ladehemmung hatte in den vergangenen Spielen: „Er ist neben seiner Rolle als guter Ballverteiler vor allem ein absoluter Torjäger und die Lebensversicherung für den Aufsteiger.“

Nicht allein von Felix Bonelli wird es abhängen, ob der Außenseiter dem Titelaspiranten ein Bein stellen kann. Die gesamte Mannschaft ist gefordert und muss neben der Kompaktheit in der Defensive auch versuchen, gefährlich vor dem Albstädter Tor aufzutauchen. Ob neben Bonelli noch eine weitere nominelle Spitze aufgeboten wird, ließ Amann offen. Nicht zur Verfügung stehen die verletzten Sebastian Wildenstein und Paul Schmid sowie der privat verhinderte Yannick Haage. Dazu kommt noch der Ausfall von Jan Dehmel, der sich operieren lässt und frühestens in der Rückrunde wieder eingreifen kann.

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