Seit vor dem Haus Regenta in Bad Schussenried ein Baukran steht, geht das Gerücht um, das Haus werde schließen. Ein Sprecher der Charleston Holding GmbH, zu der das Wohn- und Pflegezentrum gehört, dementiert dieses Gerücht. Der Technische Ausschuss bewilligte am Donnerstag den Bauantrag für den Umbau des Pflegezentrums.

„Nein, das Haus wird definitiv nicht schließen“, antwortet Charleston-Sprecher Jens Büker auf eine SZ-Anfrage. „Das Haus wird umgebaut, um die baulichen Anforderungen der Landesheimbauverordnung zu erfüllen.“ Die Verordnung schreibt unter anderem vor, dass alle Altenpflegeeinrichtungen in Baden-Württemberg nur noch Einzelzimmer haben dürfen. Inhalt der Verordnung sind darüber hinaus weitere Vorgaben, die Mindestgrößen und –maße der Zimmer sowie der Wohnbereiche betreffend. „Alle diese Vorgaben versuchen wir soweit es in einer Bestandseinrichtung möglich ist, umzusetzen und befinden uns hierzu in enger Abstimmung mit der Heimaufsicht“, erklärt Büker. Die Baumaßnahmen würden im Sommer 2019 beginnen und abschnittsweise bis Herbst 2021 andauern. Nach dem Umbau werde sich das Haus in zeitgemäßer Form nachhaltig und modern präsentieren. Neben der reinen Erfüllung der Vorgaben nach Landesheimbauverordnung werde zudem eine Vielzahl von Bädern saniert, um den individuellen Einschränkungen von Bewohnern begegnen zu können. Der Nachteil: Durch die Modernisierung verringert sich die Anzahl der Plätze von 141 auf 118. Die Verordnung führe landesweit zu einer Verknappung des Angebots an Pflegeplätzen, während die Zahl der Pflegebedürftigen weiter ansteige.

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