31 neue Junglandwirte feiern Meisterprüfung - Lob und Appelle

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31 junge Landwirte haben im Schussenrieder Bibliothekssaal ihre Meisterbriefe erhalten.
31 junge Landwirte haben im Schussenrieder Bibliothekssaal ihre Meisterbriefe erhalten. (Foto: Gerhard Rundel)
Schwäbische Zeitung

Die diesjährigen Meisterbriefe im Beruf Landwirt hat Regierungspräsident Klaus Tappeser bei einer Festveranstaltung im Schussenrieder Bibliotheksaal übergeben. An eine neue Meisterin und 30 neue Meister übergab er mit einem kleinen Smalltalk jedem seine Urkunde. Stefan Härle aus Goppertshofen wurde mit der Note sehr gut als Jahrgangsbester ausgezeichnet. Den hohen Stellenwert der Veranstaltung unterstrich die Anwesenheit der Landtagsabgeordneten Klaus Burger und Martin Hahn.

„Sie haben nach zahlreichen Monaten der Aus- und Fortbildung vielfältige Qualifikationen für ihren Berufsstand erworben“, sagte Tappeser bei seiner Ansprache. Der Meistertitel habe nach wie vor einen „hohen Stellenwert“ und sei im Europäischen Qualifikationsrahmen wie ein Bachelor-Abschluss einzuordnen. „Mit dem Titel tragen Sie auch eine besondere Verantwortung für Ihren Berufsstand“, sagte Tappeser. „Informieren Sie die Verbraucher über ihre Betriebe sowie die Produktionsbedingungen und tragen sie so zum richtigen Bild der Landwirtschaft in der Öffentlichkeit bei.“ Landwirte seien heute „Lebensmittelproduzenten, Klimaschützer, Landschaftspfleger, Energieerzeuger und Ressourcenmanager zugleich“.

„Hier im Bibliothekssaal befinden Sie sich am Sitz der Weisheit“ sagte Bürgermeister Achim Deinet in seinem Grußwort, in dem er die Sehenswürdigkeiten seiner Stadt vorstellte. „Ich wünsche Ihnen, dass sie jetzt das verwirklichen können, was sie nach der Meisterausbildung im Blick haben.“

Das Grußwort für den Landkreis und die Fachschule für Landwirtschaft Biberach sprach Amtsleiter Albert Basler. „Als Fachschule sehen wir uns als Fortbildungsstätte, die den Praktiker stärkt und ihn zum Betriebsleiter ausbildet“, sagte Basler. „Mit dem Meisterbrief sollte er seine Fähigkeiten an die nächste Generation weitergeben können.“

Glaser beklagt Negativschlagzeilen

Gerhard Glaser, Vizepräsident des Landesbauernverbands, beklagte in seinem Grußwort die negativen Schlagzeilen, die durch üble Vorkommnisse wo auch immer, auch die heimische Landwirtschaft mit neuen Verordnungen träfen. Die Zunahme der PS-starken Autos, Tempolimits und der Massentourismus im Flieger seien aus der politischen Wahrnehmung dagegen verschwunden. „Tatsache bleibt, dass es im weltweiten Vergleich niemanden gibt, der unsere Bauern im Tier-, Umwelt- oder Verbraucherschutz übertrifft oder übertreffen kann“, sagte Glaser. Er warb bei den Jungmeistern dafür, sich in Vereinen, Räten und Verbänden zu engagieren, damit Landwirtschaft auch hier stattfinde.

Kirchenmusikdirektor Matthias Wolf am Klavier und Manuela Stolz an der Oboe übernahmen die musikalische Umrahmung der Feier.

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