Mit dabei bei der Tour de Barock: Die Move-ler.
(Foto: SZ- Nadine Ezerex)

1200 Radler sind in Bad Schussenried bei der Tour de Barock bei gutem Wetter am Sonntag gestartet. In diesem Jahr fand das Radsportevent sechs Wochen früher als bisher statt.

„Vergangenes Jahr hat sich der Tafelladen gefreut, denn so eine große Lieferung hatten wir noch nie“, erzählt Klaus Gretzinger, einer der Organisatoren der Tour de Barock, und bezieht sich damit auf die geringe Teilnahme im vergangenen Jahr. Dem schlechtem Wetter geschuldet, starteten 2014 nur 475 Radlern. Dieses Jahr ging es um einiges geschäftiger am Massenstart um 7 Uhr zu. Das freut auch Evelyn Walser vom RSC Schussenried: „Die Bedingungen sind heute perfekt“, das sei gar kein Vergleich zum Vorjahr: „seit 6.30 Uhr ist hier ein ständiges Kommen und Gehen“.

Fünf Freunde um Bernhard Fröhlich aus Albstadt und Stetten am kalten Markt steigen in ihren orangen Trikots um 7.45 Uhr in die Pedale. Im Herbst planen sie immer schon die Touren für das kommende Jahr. Die Tour de Barock in Bad Schussenried ist immer eine feste Größe im Terminkalender. Dieses Jahr lassen sie dafür sogar den Albstadt Bike-Marathon ausfallen. Heute fahren sie die 116 Kilometer der Schwäbischen-Zeitung-Trophy und freuen sich, zum dritten Mal dabei zu sein. Und die Freude am Sport ist auch den anderen Teilnehmern anzusehen. Mit mehr als 80 Stundenkilometern rasen sie jubelnd die ersten Hügel hinab.

Auch rund 250 Move-ler waren bei der Tour am Start, unter anderem Doris Just aus Tettnang. Seit Anfang an, also schon sechs Jahre, ist Just beim Sportprogramm der Schwäbischen Zeitung und des Ex-Rennradprofis Uwe Peschel „Move“ dabei und fährt heute die Schwäbische- Zeitung-Trophy-Strecke, wie die meisten des Teams. „Nur die besten Radler der Leistungsgruppe 6 fahren die 190 Kilometer“, erklärt sie. Zu denen gehört Axel Lietz, Teamleiter aus Biberach. Er startet mit seinen 16 Gruppenmitgliedern zur Paul-Blersch-Trophy und fährt auf der anspruchsvollsten der drei Touren fast bis zum Bodensee. „Mit den Anfängern kann man keine 190 Kilometer fahren“, weiß Lietz. Deshalb sei es sehr gut, dass um an „Move“ teilzunehme,n immer zu Beginn ein Diagnostik-Test durchgeführt wird, der alle Sportler in Leistungsgruppen einteilt, „dann ist man sich auch sicher, dass man in die Gruppe reinpasst“, bestätigt Doris Just.

Die beiden Freunde Steffen Schwägler aus Friedrichshafen und Florian Plath aus Neu-Ravensburg freuen sich am Radsport. Meistens radeln sie gemeinsam. Vor allem die Tour de Barock gefällt ihnen sehr gut, denn es gäbe immer genug zu essen, die Tour wäre perfekt ausgeschildert und die Natur im Allgemeinen sei wunderschön. Sie rechnen heute mit fünf Stunden für die Tour: „Wir fahren gemütlich und es sind ordentliche Höhenmeter zurückzulegen.“

Die Strecken, die aufgrund von Bauarbeiten neu gelegt werden mussten, kamen bei den Teilnehmern sehr gut an, freut sich Gretzinger. Auch ist er beruhigt, dass es zu keinen Unfällen gekommen ist und die Teilnehmer gegen 13.30 in Scharen zurück zur Schussenrieder Stadthalle gekommen sind.

Am Montag Abend,15. Juni, wird auf Regio-TV ein Beitrag zur Tour de Barock ausgestrahlt.

Mehr zum Thema
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen