Warum Tanzen die beste Medizin ist

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 Ein bunter Blumenstrauß für die Referentinnen (von links): Herbert Ölhaf, stellvertretenderVorsitzender der Prostatakrebs-Selbs
Ein bunter Blumenstrauß für die Referentinnen (von links): Herbert Ölhaf, stellvertretenderVorsitzender der Prostatakrebs-Selbsthilfegruppe, Monika Wuttke, Leiterin der Erlebnistanz-Seniorentanzgruppe Ummendorf-Biberach, Referentin Claudia Bronner, Landesvorsitzende Seniorentanz, Vorsitzender Gerhard Beck und am Rednerpult der Ärztliche Direktor Martin Huonker. (Foto: Prostatakrebs-Selbsthilfegruppe)
Schwäbische Zeitung

„Tanzen ist die beste Medizin“: Unter diesem Motto hat die Prostatakrebs-Selbsthilfegruppe Bad Buchau zur letzten Veranstaltung in diesem Jahr eingeladen. Dazu waren Claudia Bronner aus Horb, Landesvorsitzende für den Verein Seniorentanz Baden-Württemberg, und Monika Wuttke, Tanzleiterin aus Ummendorf mit ihrer Tanzgruppe in den großen Saal des Kurzentrums gekommen.

Gerhard Beck, Vorsitzender der Prostatakrebs-Selbsthilfegruppe, und Professor Dr. Martin Huonker, Ärztlicher Direktor am Gesundheitszentrum Federsee, hießen die mehr als 120 Teilnehmer im großen Saal willkommen. Anschließend referierte Claudia Bronner zum Thema „Tanzen ist die beste Medizin“. Sie führte zunächst aus, warum Bewegung guttut und Nichtstun schadet. Bewegung sei nicht nur für die körperliche Gesundheit wichtig, sondern sie rege auch die kognitive Leistung an und fördere das psychische Wohlbefinden.

Doch warum Tanzen? Gegenüber dem Laufen oder auch dem Radfahren habe Tanzen mit den verschiedenen Schritten und Figuren die Vorteile, dass es zusätzlich die koordinativen Fähigkeiten verbessert und das Gedächtnis trainiert. Für das Gehirn sei Tanzen eine optimale Kombination an Gedächtnis- und Bewegungstraining. „Tanzen lockert bei chronischen Schmerzen die Muskulatur und kann Verspannungen kleiner Wirbel lösen“, so Bronner weiter.

Erlebnistanz, so der neue Name von Seniorentanz, sei den körperlichen Veränderungen im Alter angepasst. Bis ins hohe Alter fördert Tanzen die Bildung neuer Nervenzellen und Verbindungen zwischen ihnen. Tanzen sei wirksamer gegen Demenz als Lesen oder Kreuzworträtsel lösen. Tanzen im Sitzen sei eine eigenständige Tanzform, die speziell auf die körperlichen und geistigen Gegebenheiten von Menschen abgestimmt ist, die in ihrer Bewegung eingeschränkt sind. Mit den Worten des Kirchenlehrers Augustinus „Oh Mensch, lerne Tanzen, sonst wissen die Engel im Himmel nichts mit dir anzufangen“ schloss Bronner ihren Vortrag.

Nach einem Tanz im Sitzen zeigte Monika Wuttke mit ihrer Tanzgruppe Erlenistanz Ummendorf-Biberach, wie schön Erlebnistanz sein kann und forderte bei den letzten Tänzen die Teilnehmer zum Mitmachen auf. Dieses Angebot nutzten nicht nur die anwesenden Frauen, sondern auch die Männer und hatten sichtlich Spaß daran.

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