Vier Museen – eine Museumswerkstatt

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In der Forscherwerkstatt werden die Funde verglichen und bestimmt.
In der Forscherwerkstatt werden die Funde verglichen und bestimmt. (Foto: Federseemuseum)
Schwäbische Zeitung

Im Rahmen des Programms „TRAFO - Modelle für Kultur im Wandel“, einer Initiative der Kulturstiftung des Bundes, machen sich vier archäologische Museen gemeinsam auf den Weg, mit neuen Vermittlungsangeboten Kulturgeschichte erlebbar zu machen. Auftakt zu diesem Projekt ist der erste Oberschwäbische Archäologietag am Sonntag, 7. Mai, der unter dem Motto „Was machen eigentlich Archäologen“? steht. In den vier Museen erwarten den Besucher verschiedenartige Aspekte der archäologischen Forschung. Mit interaktiven Elementen wird dem Publikum ein neuer Zugang zum archäologischen Kulturerbe Oberschwabens geboten, das quasi „vor der Haustür“ liegt. 15000 Jahre Geschichte werden an einem Tag erlebbar sein: von den eiszeitlichen Rentierjägern bis zu den Rittern des Mittelalters ist in jedem der vier Museen was los.

Mit dem Projekt „Archäologie in Oberschwaben“ kooperieren das Federseemuseum in Bad Buchau, das Freilichtmuseum und das Keltenmuseum Heuneburg in Herbertingen sowie die Bachritterburg in Kanzach in einer gemeinsamen Museumswerkstatt. Dieses Quartett möchte sich einem vielfältigen Publikum öffnen und mit neuen Vermittlungsangeboten die kulturelle Wahrnehmung im ländlichen Raum nachhaltig stärken. Erstes sichtbares Zeichen dieser Kooperation bekommt der Besucher bereits beim Eintritt in eines der vier Museen an der Kasse direkt in die Hand: Eine neu eingeführte Partnerkarte, mit der beim nächsten Besuch in einem der anderen drei beteiligten Museen ein Rabatt gewährt wird.

Im Federseemuseum ist die Forscherwerkstatt von 11 bis 17 Uhr geöffnet, wo sich die ganze Familie an der modernen archäologischen Forschung beteiligen kann. Ausbuddeln, Entdecken, Kombinieren oder Rätsel lösen wie „richtige“ Archäologen – vom Ausgraben übers Bestimmen von Pflanzenresten bis zum Zusammensetzen von gefundenen Scherben zu Gefäßen ist alles dabei. Um 14 Uhr gibt es eine spezielle Führung „auf Augenhöhe“ von Kindern für Kinder und um 14.30 Uhr wird eine Wanderung zu den archäologischen Schätzen im Südlichen Federseeried angeboten. Treffpunkt ist der Parkplatz in Richtung Bad Schussenried, Zugang C zum archäologischen Moorlehrpfad. Dafür bitte die Museumseintrittskarte bereithalten.

Und wer mag, kann im Freigelände des Federseemuseums zwischen 13.30 bis 16.30 Einbaum fahren auf dem Museumsteich, Speer schleudern wie die Eiszeitjäger und Brot backen am offenen Feuer. Um15 Uhr können sich alle Besucher einer offenen Führung durch das Freigelände anschließen.

Wegen Umbauarbeiten für die neue Dauerausstellung ist zurzeit nur das archäologische Freigelände zugänglich, wo auch das Programm stattfindet. Der Museumseintritt ist reduziert. Weitere Infos: Federseemuseum Bad Buchau, Zweigmuseum des Archäologischen Landesmuseums Baden-Württemberg, täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, Telefon 07582/8350,

www.federseemuseum.de

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