Unesco-Welterbe: Mehr Pfade zu den Pfahlbauten

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Am Federsee
Am Federsee

Nach der Anerkennung ihrer Jahrtausende alten Pfahlbauten als Unesco-Weltkulturerbe erhofft sich die Region um den Federsee neue Impulse.

„Jetzt gilt es, ganz im Sinne der Unesco den Schutz dieser historischen Stätten besonders hervorzuheben“, teilte Landrat Heiko Schmid am Dienstag mit. Mit Freude reagierte auch der Leiter des Federseemuseums in Bad Buchau, Ralf Baumeister: „Das Unesco-Label gibt uns Rückenwind“, sagte er.

Das Museum wolle weitere Lehrpfade zu den sechs anerkannten Fundstellen schaffen und Beschilderungen verbessern. Der Ausbau des Museums „am fundreichsten Moor in Europa“ solle noch 2011 begonnen werden.

Das Welterbekomitee der Unesco hatte am Montag insgesamt 111 Pfahlbauten und Relikte prähistorischer Siedlungen für die Weltkulturerbeliste nominiert, darunter einige am Bodensee und in oberschwäbischen Feuchtgebieten.

Die Fundstellen sind die ersten archäologischen Unterwasser-Denkmäler mit dem begehrten Titel. Die Pfahlbaureste aus der Zeit von 4300 bis 800 vor Christus haben unter Wasser oder in feuchten Böden bis heute überdauert.

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