Turnhalle der Federseeschule ist die nächste Baustelle

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 Rostschleier am Kamin der Turnhalle deuten auf Schäden im Stahlbeton hin. Großflächige Betonteile haben sich bereits gelöst.
Rostschleier am Kamin der Turnhalle deuten auf Schäden im Stahlbeton hin. Großflächige Betonteile haben sich bereits gelöst. (Foto: Klaus Weiss)

Mit dem funkelnagelneuen Erweiterungsbau nebenan will die Turnhalle der Bad Buchauer Federseeschule nicht mehr so richtig ins Bild passen: Die Fassade ist schmutziggrau und verbraucht, noch viel gravierender aber sind Schäden am Kaminturm. Statt einer Teilsanierung noch in diesem Herbst haben sich die Buchauer Stadträte dazu entschieden, alle notwendigen Arbeiten zusammen vorzunehmen – auch wenn sich damit die Instandsetzung auf nächstes Jahr verschiebt.

Dass die Turnhalle der Federseeschule ihre beste Zeit schon hinter sich hat, ist nicht zu übersehen. Ein genauer Blick offenbart jedoch Rostschleier, die auf angegriffene Armierungen im Stahlbeton hindeuten. Flechten haben sich ausgebreitet und greifen die Betonsubstanz weiter an. An der Blechumrandung auf dem Dach hat sich Rost ebenfalls angesetzt. „Etwas größere Sorgen bereitet der Zustand des Kaminturms“, so die Stadtverwaltung. Auf der Westseite hätten sich bereits großflächige Betonteile gelöst, die nun auf das darunterliegende Flachdach zu fallen drohen.

Eine Sanierung erscheint also dringend geboten. Die Maßnahme sei aber nicht im aktuellen Haushaltsplan eingestellt, erläuterte Kämmerer Franz-Xaver Menz. Die für Gebäudeunterhalt reservierten Mittel, insgesamt 30 000 Euro, seien zudem bereits voll ausgeschöpft. Die Verwaltung schlug dennoch vor, den Kaminturm und die dem Schulhof zugewandte Seite der Turnhallenfassade sofort instand zu setzen. Damit ließen sich die gravierendsten Schäden noch in diesem Herbst ausbessern, während die restliche Fassadensanierung 2019 erfolgen würde. Die Kosten dafür müssten dann als außerplanmäßige Ausgaben im Haushaltsplan abgebildet werden, so Menz. Ein bei der örtlichen Malerwerkstätte Strohm eingeholtes Angebot belief sich auf knapp 9300 Euro, wobei die Betonsanierung und Blecharbeiten auf Nachweis abgerechnet würden.

„Eine Sanierung aus einem Guss wäre schöner“, gab Stadträtin Angelika Lipke zu bedenken. Sie schlug vor, die Arbeiten „als Ganzes“ auszuschreiben. „Das wäre dann der reguläre Weg“, griff Menz den Vorschlag auf. Dies hätte dann jedoch die Konsequenz, das die Sanierung in diesem Jahr wohl nicht mehr vorgenommen werden könnte. Stefan Feurle befürwortete dennoch ein solches Vorgehen. „Der Kamin sieht mir nach Substanzschaden aus“, urteilte der Stadtrat und sprach sich ebenfalls dafür aus, die Arbeiten erst im nächsten Jahr vornehmen zu lassen – „dann aber richtig“. Der Vorschlag fand auch die ungeteilte Zustimmung des Gemeinderats.

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