Stadtputzete statt Musikprobe

Die Musikerfamilien Sandmaier und Beyrle räumen als Team „Bittelwiesen“ bei der Stadtputzete den Müll rund um den Festplatz auf.
Die Musikerfamilien Sandmaier und Beyrle räumen als Team „Bittelwiesen“ bei der Stadtputzete den Müll rund um den Festplatz auf. (Foto: Kleinau)
khk

Ein gutes halbes Jahr nach der letzten Musikprobe traf sich die Stadtkapelle Bad Buchau am vergangenen Samstag zu einer kleinen Stadtputzete.

Nachdem nicht nur die Instrumente verstauben, sondern auch die Kameradschaft unter der coronabedingten Pause leidet, hatte Vorstandsmitglied Dietmar Rief den Einfall mit dieser Gemeinschaftsaktion nach innen und außen zu zeigen: die Stadtkapelle lebt noch. Der Buchauer Bauhof konnte sofort mit ins Boot geholt werden und unterstützte die Aktion mit Material und Manpower. Und so trafen sich 18 Musiker samt Dirigentin auf dem Bauhofgelände und wurden von Musiker und Bauhofmitarbeiter Alexander Menz ausgerüstet und von Dietmar Rief in coronagerechte Kleingruppen auf verschiedene Vermüllungsbrennpunkte vom Wasserreservoir bis zu den Bittelwiesen eingeteilt. Auch die Zufahrten der Oggelshauser und Umgehungsstrasse wurden von etlichem Müll befreit, den rücksichtslose Autofahrer immer wieder nach Ortsende „entsorgen“.

Nach knapp drei Stunden Arbeit konnte sich die Ausbeute sehen lassen – säckeweise Wohlstandsmüll waren gesammelt und die Musiker zeigten sich dementsprechend zufrieden. Von fünf Autoreifen über unzählige Verpackungen für Chips oder Süßwaren bis hin zu Kondomen reichte die Ausbeute, die aus der Natur geborgen worden war; darunter als häufigste Funde Schnapsflaschen, Zigarettenschachteln und nicht zuletzt Trinkbecher eines Fastfoodanbieters.

Alexander Menz zeigte sich sehr erfreut über die Unterstützung der Stadtkapelle, denn die Vermüllung der Umwelt sei eine ärgerliche und unnötige Dauerbaustelle für die Mitarbeiter des Bauhofs. Auch Stadtkapellen-Vorstand August Sandmaier sah die Aktion mit einem lachenden und weinenden Auge: „Gut, dass es gemacht wurde, aber traurig, dass es überhaupt gemacht werden muss.“

Wir haben die allgemeine Kommentarfunktion unter unseren Texten abgeschaltet. Für einzelne Texte wird es auch weiterhin die Möglichkeit zum Austausch geben. Aufgrund der Vielzahl an Kommentaren können wir derzeit aber keine gründliche Moderation mehr gewährleisten. Mehr Informationen zu unseren Beweggründen finden Sie hier.
Kommentare werden geladen

Meist gelesen

Bundestag beschließt „Corona-Notbremse“

Der Bundestag hat am Mittwoch eine bundeseinheitliche Notbremse gegen die dritte Corona-Welle beschlossen. Mit der entsprechenden Änderung des Infektionsschutzgesetzes rücken Ausgangsbeschränkungen ab 22 Uhr und weitere Schritte zur Vermeidung von Kontakten näher.

In namentlicher Abstimmung votierten 342 Abgeordnete für das Gesetz. Es gab 250 Nein-Stimmen und 64 Enthaltungen. Zuvor hatten in zweiter Lesung die Fraktionen von Union und SPD dafür gestimmt.

Impftermin-Ampel: Hier finden Sie freie Impftermine in der Region

Die Zwangspause ist vorbei: Wochenlang hat die Impftermin-Ampel von Schwäbische.de zu Jahresbeginn Menschen bei der Buchung von Impfterminen unterstützt. Der Erfolg war groß. Doch als die Schere zwischen den wenigen Impfstoff-Lieferungen und der starken Nachfrage nach Terminen immer größer wurde, musste der Service für einige Wochen eingestellt werden.

Das ist jetzt vorbei, die Impftermin-Ampel ist wieder da. Sie zeigt mit einem Ampelsystem Impfzentren der Region an, in denen es gerade freie Termine gibt.

Notbremse

„Bundes-Notbremse“: Was sich an den Corona-Regeln in Baden-Württemberg ändern soll

Der Bundestag soll heute die sogenannte "Bundes-Notbremse" beschließen. Das ist eine Erweiterung des Infektionsschutzgesetzes und sieht einheitliche Corona-Maßnahmen vor. Die baden-württembergische Landesregierung hatte geplant, mit der seit Montag gültigen Corona-Verordnung des Landes diese Regeln bereits zu übernehmen. Nun haben sich aber noch einige Änderungen ergeben. Wir erklären, was sich ändert, sobald die "Bundes-Notbremse" in ihrer aktuellen Fassung gilt.

Mehr Themen