Stadt steht hinter dem Sommerfest

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Bei allzu schlechtem Wetter könnte das erste Federsee-Sommerfest ins Wasser fallen – Klostertaler Geri wird aber auf jeden Fall
Bei allzu schlechtem Wetter könnte das erste Federsee-Sommerfest ins Wasser fallen – Klostertaler Geri wird aber auf jeden Fall nach Bad Buchau kommen. (Foto: privat)

Nach einem Jahr Pause soll es am letzten Augustwochenende wieder ein sommerliches Fest auf dem Bad Buchauer Marktplatz geben. Statt Herbstfest wird es unter „Federsee-Sommerfest“ firmieren und anstelle der Werbegemeinschaft Bad Buchau (WGB) treten drei Privatleute als Veranstalter auf. Ihre Identität wollen die Initiatoren in der Öffentlichkeit aber geheim halten. Die Buchauer Räte haben nun einstimmig beschlossen, die Unbekannten mit einem Zuschuss von 800 Euro zu unterstützen.

Endlich wieder ein Fest auf dem Buchauer Marktplatz: Dass es sich beim Federsee-Sommerfest um eine super Idee handelt, darin waren sich die Buchauer Stadträte einig. Schon in der vorherigen Sitzung hatte es viel lobende Worte für die Initiative gegeben. Allerdings hatten sich die Räte weitere Informationen gewünscht und bedauert, dass die Veranstalter nicht in die Sitzung gekommen waren, um ihr Projekt persönlich vorzustellen (SZ berichtete).

Armin Schmid, Prokurist und Vertriebsleiter der Schussenrieder Brauerei, konnte ihnen nun mit Antworten dienen. Eine nicht unbedeutende Frage ließ er aber offen. Er selbst sei zwar in die Organisation des Fests eingebunden, gehöre aber nicht zu den Veranstaltern, erklärte Schmid. Bei ihnen handle es sich um drei „relativ bekannte“ Privatpersonen, „die jetzt aber nicht unbedingt in der Zeitung stehen wollen“. In der vorherigen Sitzung hatte Bürgermeister Peter Diesch allerdings die Grillmeister Rauscher aus Tiefenbach, den Betreiber der örtlichen Alpha-Bar und einen Akteur im Umfeld der Schussenrieder Brauerei in Spiel gebracht. Schmid dagegen bat um Verständnis, keine Namen nennen zu können, da die Veranstalter „nicht in der Öffentlichkeit auftreten“ wollten. Eine Begründung nannte er nicht. Er gab jedoch zu bedenken, dass sie als Privatpersonen mit ihrem Privatvermögen haften, sollten die Festbesucher ausbleiben.

Die Idee sei vor einigen Monaten geboren worden, um das Vakuum zu füllen, das nach dem Aus des WGB-Herbstfests entstanden sei: „Wir haben keine Sekunde daran gedacht, was zu verdienen. Wir sind heilfroh, wenn wir nicht mit einem Minus rauslaufen.“ Die Abhängigkeit vom Wetter sei schließlich groß, auch sei der Kostenblock ein anderer als bei der WGB. Froh sind die Veranstalter, dass einige örtliche Betriebe bereits ihre Unterstützung zugesagt hätten, Moorochsen und Sportverein Oggelshausen bringen ihre Arbeitskraft mit ein. Dennoch müsse man bei ganz miesem Wetter die Veranstaltung streichen. Headliner Geri, der Klostertaler, alias Gerhard Tschann, soll jedoch auf jeden Fall in Buchau auftreten, alternativ auf der Bühne des Kurzentrums.

Sollte das Sommerfest aber tatsächlich zu einem Sommertraum mit vielen Besuchern werden, dann wollen die Veranstalter einen Teil des Gewinns ans „Haus mit Herz“ spenden. Auch eine Rücklage sei vorgesehen, um, „wenn’s Spaß macht, das Ganze im nächsten Jahr zu toppen“.

Darauf hoffen auch die Buchauer Räte und waren sich einig, die Veranstalter – wie zuvor die WGB – mit 800 Euro zu unterstützen. Die Bauhofmitarbeiter sollen zudem beim Aufbau des Fests mit anpacken.

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