Stadt investiert in die Marke Bad Buchau

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Der Federsee ist einer der Hauptanziehungspunkte für Touristen. Bei der Entwicklung des neuen Tourismuskonzepts wird das Natursc
Der Federsee ist einer der Hauptanziehungspunkte für Touristen. Bei der Entwicklung des neuen Tourismuskonzepts wird das Naturschutzgebiet sicher eine tragende Rolle spielen. (Foto: Katja Fouad-Vollmer)

Bad Buchau soll zur touristischen Marke werden. Dafür hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung die Beratungsfirma Kohl & Partner beauftragt, um für 23 500 Euro ein Marken- und Tourismuskonzept zu erstellen – auch mit Beteiligung der Buchauer Bürger.

Bei 36 434 Gästeankünften und 282 434 Übernachtungen im vergangenen Jahr ist Tourismus schon jetzt ein bestimmender Faktor in Bad Buchau. Stadt und Gemeinderat wollen den Bereich weiter stärken – und lassen sich das auch einiges kosten. Mit Kohl & Partner haben die Buchauer Räte – bei einer Gegenstimme von Heinz Weiss – laut Bürgermeister Peter Diesch „eine der führendsten Tourismus-Beratungsfirmen“ beauftragt. Das Büro aus Schwäbisch Gmünd hat unter anderem mit den Städten Leutkirch, Radolfzell, Rottweil, Giengen oder Schramberg, mit dem Landkreis Sigmaringen oder der Oberschwaben Tourismus zusammengearbeitet und im Auftrag des Ministeriums für Ländlichen Raum ein Gutachten zu den touristischen Auswirkungen eines möglichen Nationalparks im Nordschwarzwalds erstellt. Für Bad Buchau sollen die Berater nun eine touristische Strategie mit konkreten Handlungsempfehlungen entwickeln.

Im Honorar von insgesamt 23 520 Euro netto (zuzüglich 1200 Euro Reisekosten) sind verschiedene vereinbarte Leistungen enthalten. So ist zunächst eine Bestandsaufnahme vorgesehen, in die neben statistischen Analysen auch Eindrücke einer Ortsbegehung und Stimmen von örtlichen Vertretern aus dem touristischen Bereich einfließen sollen. In zwei Marken-Tourismus-Werkstätten sollen ebenfalls „alle Leistungsträger“ eingebunden werden, wie Kohl & Partner in ihrem Angebot schreiben, um „die Inhalte weiter zu vertiefen“ und ein „Zukunftskonzept zu entwerfen“.

Doch auch die Buchauer Bürger sollen hier mit ins Boot geholt werden, bestätigte Bürgermeister Diesch auf Nachfrage von Stadtrat Klaus Schultheiß. Auch Stefan Hohl bestand auf eine Bürgerbeteiligung und beantragte, sie ausdrücklich im Gemeinderatsprotokoll mit aufzunehmen.

Die Ergebnisse der Bestandsanalyse werden anschließend mit dem Auftraggeber, also der Stadt, oder der Steuerungsgruppe besprochen um etwa Zielgruppen herauszuarbeiten, Aufgaben und Strategien zu klären und die Umsetzung zu prüfen. Am Ende steht dann ein Marken- und Tourismuskonzept, das Auskunft darüber gibt, was die Marke Bad Buchau ausmacht, und konkrete Handlungsempfehlungen, etwa zum touristischen Angebot der Stadt, ausspricht.

Noch diesen November möchte die Stadt mit dem Projekt starten. Die erste Marken-Tourismus-Werkstätte ist im Januar/Februar, die zweite im März/April vorgesehen. Bis Juli soll dann das fertige Tourismuskonzept stehen.

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