Sommerparty statt Herbstfest

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Alle Versuche, das WGB-Herbstfest in Bad Buchau wieder zu beleben, sind bislang gescheitert. Doch nun soll in diesem Jahr erstmals das Federsee-Sommerfest für Partystimmung auf dem Marktplatz sorgen. Stadt und Gemeinderat begrüßen die Initiative. Die Entscheidung über eine finanzielle Unterstützung hat das Gremium am Dienstagabend aber noch einmal verschoben.

Am letzten Augustwochenende, vom 24. bis 26. August, soll sich der Buchauer Marktplatz in „das größte Wohnzimmer der Stadt“ verwandeln. Die Veranstalter des Federsee-Sommerfests versprechen auf ihrer Facebook-Seite nicht weniger als einen „Ausnahmezustand in der Bad Buchauer Innenstadt“, denn „an diesem Wochenende feiert die ganze Stadt unter freiem Himmel bis tief in die Nacht“, mit einem „umfangreichen Programm für alle Generationen“ – und das alles bei kostenlosem Eintritt.

Neben verschiedenen Essensständen, einer Verlosung, Promoständen und einer Wohltätigkeitsaktion für eine Einrichtung am Federsee soll es vor allem Live-Musik geben. Auf dem Programm stehen laut Veranstalter etwa „Adis Hüttenfezzer“, Lokalmatadore wie Kolibris, Trollys und die Josefskapelle aus Bad Schussenried, Schlagersängerin Heike Renner und Geri, der Klostertaler.

Als Veranstalter gab Bürgermeister Peter Diesch in der Ratssitzung die „Grillmeister Rauscher“ aus Tiefenbach an, die Brauerei Ott aus Bad Schussenried, der Betreiber der Alpha-Bar in Bad Buchau und möglicherweise weitere örtliche Gastronome. Nähere Informationen konnte Diesch nicht nennen, da keine Vertreter in der Sitzung anwesend waren.

Aus diesem Grund fiel es den Räten auch schwer, über einen möglichen Zuschuss zu entscheiden. Die Stadt hatte bislang die Werbegemeinschaft Bad Buchau (WGB) bei der Ausrichtung ihres Herbstfests mit 800 Euro unterstützt. Dieser Betrag sollte dem Verein helfen, zumindest den Großteil der Gema-Gebühren – für das Wochenende fielen laut Diesch 600 bis 900 Euro an – abzudecken. Ähnlich könnte man dies auch hier handhaben, so Diesch.

Diese Auffassung teilte auch Stefan Feurle, während Stefan Hohl zu bedenken gab, dass die Veranstalter in diesem Fall kein Verein, sondern Privatpersonen mit Gewinnerzielungsabsichten seien. Heinz Weiss schlug vor, zumindest die Premiere zu fördern. Angelika Lipke wünschte sich vor der Entscheidung mehr Informationen, genauso wie Thomas Bürker, der es „schon schwach“ fand, dass keiner der Veranstalter das Projekt vorstellte: „Aber wenn schon mal jemand die Initiative ergreift, sollte man das auch unterstützen.“

Auf Vorschlag von Bürgermeister Diesch einigte sich das Gremium darauf, den Veranstaltern ein positives Signal zu senden, sie aber darum zu bitten, ihr Projekt persönlich vorzustellen. Die Arbeitskraft des Bauhofs möchte die Stadt den Veranstaltern jedoch auf jeden Fall zur Verfügung stellen.

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