Schussenrieder Straße wird zur Baustelle

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Die Schussenrieder Straße weist an etlichen Stellen Verwerfungen und andere Schäden auf. Das Land möchte die Straße nun vom Kre
Die Schussenrieder Straße weist an etlichen Stellen Verwerfungen und andere Schäden auf. Das Land möchte die Straße nun vom Kreisverkehr bis zur Auffahrt der Umgehungsstraße noch in diesem Jahr sanieren. (Foto: Klaus Weiss)
Schwäbische Zeitung

Nach der L 280 plant das Land Baden-Württemberg nun das nächste Sanierungsprojekt in Bad Buchau: Noch in diesem Jahr soll der Fahrbahnbelag der Schussenrieder Straße ab dem Kreisverkehr bis zur Auffahrt der Umgehungsstraße erneuert werden. Auch die Stadt Bad Buchau beteiligt sich an der Maßnahme und wird in einem Teilstück Kanal- und Wasserleitungen instandsetzen.

Risse im Asphalt, Unebenheiten und teilweise auch Bodenwellen finden sich vielfach auf der Schussenrieder Straße. „Die Belagsarbeiten sind aus städtischer Sicht dringend zu begrüßen“, heißt es deshalb von Seiten der Verwaltung. Allerdings begleiteten die Maßnahme auch „Randerscheinungen, die uns ein bisschen herausfordern“, räumte Bad Buchaus Kämmerer Franz-Xaver Menz im Gemeinderat ein.

Die Straßensanierung kommt nämlich für die Stadt zwar erwünscht, doch gänzlich unerwartet. Erst Mitte Februar hatte das Regierungspräsidium (RP) Tübingen die Stadt darüber informiert, den 1,5 Kilometer langen Abschnitt der Landesstraße sanieren zu wollen. Als Zeitraum war der 9. bis 20. Juli angesetzt – zu kurzfristig, „da die Zuständigkeit der Stadt nicht bei der Asphaltdecke endet“, so die Verwaltung. Denn zusammen mit der Straße sollen sinnvollerweise auch Schäden im Untergrund behoben werden, und zwar vor der Belagserneuerung. Dieser Bereich falle in die alleinige Verantwortung der Stadt. „Das hat uns zeitlich schon ein riesen Kopfzerbrechen bereitet“, so Menz.

Mittlerweile aber hat das RP in Absprache mit der Stadt die Sanierungsarbeiten auf Ende August bis Mitte September verschoben. „Wir haben damit genügend Luft, die Maßnahme regulär zu planen und auszuschreiben“, sagte Menz. „Ein kleiner Haken“ bleibe jedoch: Die Gesamtkosten, die das Ingenieurbüro Schwörer mit 371 000 Euro veranschlagt, müssten in einem Nachtragshaushalt abgebildet werden. „Aus finanzieller Sicht wird’s aber stemmbar“, so die Einschätzung des Kämmerers.

Zuletzt gab es immer wieder Rohrbrüche

Das Ingenieurbüro Schwörer ist derzeit mit der Bestandsaufnahme und Entwurfsplanung für die Instandsetzung der Kanal- und Wasserleitungen beschäftigt. Als absolut sanierungsbedürftig wird ein 75 Meter langes Teilstück von der Abzweigung Linden-/Gartenstraße bis zur Pension Stern eingestuft. Hier sollen laut Verwaltung Kanal- und Wasserleitungen mitsamt Hausanschlüsse erneuert werden. In der Vergangenheit sei es hier vermehrt zu Rohrbrüchen gekommen.

Die Bauzeit veranschlagt das Büro Schwörer auf rund sechs Wochen. Erst anschließend übernimmt das Land die Baustelle und erneuert den Fahrbahnbelag. Im Zuge dessen werde die Stadt aber auch notwendige Ausbesserungen an Gehwegen, Randsteinen und Kanal- und Wasserschachtabdeckungen vornehmen.

Mit einstimmigem Beschluss befürwortete der Gemeinderat den städtischen Anteil der Sanierungsmaßnahme. Die Fahrbahnerneuerung des Landes bewertete Stadtrat Gerwig Müller als „letztendlich ein riesen Geschenk, das wir bekommen“.

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