Schlossplatz-Areal: Bürger können Entwürfe betrachten

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Schwäbische Zeitung

Gemeinsam mit der Stadt Buchau hat sich die Moor-Heilbad Buchau gGmbH für einen Gestaltungsvorschlag für das Schlossplatz-Areal entschieden. Vorangegangen ist eine mehrmonatige Mehrfachbeauftragung verschiedener Architekturbüros zur Neuordnung des Sanierungsgebiets „Kernstadt III“. Ziel des ausgeschriebenen Architekturwettbewerbs war es, ein Ergänzungsgebäude der Schlossklinik in das Areal einzubetten. Das Ergebnis ist nun in einer öffentlichen Ausstellung am Montag, 16. September, von 18 bis 20 Uhr im Foyer Tiefenbach im Kurzentrum Bad Buchau zu sehen. Die einzelnen Entwürfe werden dabei um 18.15 Uhr vom Jurymitglied und Städteplaner Clemens Künster persönlich erläutert.

Mit dem Kauf des Schlossplatzes hat sich das Gesundheitszentrum Federsee, mit der Federseeklinik und der Schlossklinik, mögliche Optionen für eine Weiterentwicklung des Gesundheits- und Rehastandorts Bad Buchau offen gehalten. Durch den Grunderwerb und die notwendigen Abbrucharbeiten im Sommer 2018 hat die Moor-Heilbad Buchau gGmbH die Rahmenbedingungen für eine Erweiterung frühzeitig geschaffen.

Anfang 2019 wurde eine Mehrfachbeauftragung für Architekturbüros ausgelobt, die ein städtebauliches Gesamtkonzept für das Schlossplatz-Areal in der Innenstadt vorsieht. Eine Bewertungskommission, bestehend aus Vertretern der Stadt Bad Buchau, der Moor-Heilbad Buchau gGmbH sowie der Architektenkammer, eines Städteplaners und des Denkmalamtes sind mit der Beurteilung der Vorschläge beauftragt worden. Um eine bestmögliche Einordnung in das Stadtgefüge und auch barrierefreie Planung rund um das Gebäude zu ermöglichen, konnten Vertreter in diesem Gremium Empfehlungen aussprechen. Die konkrete Konzeption und Umsetzung des Bauvorhabens, die Finanzierung und der wirtschaftliche Betrieb liegt letztendlich bei den beiden gemeinnützigen Gesellschaften, der Moor-Heilbad Buchau gGmbH und der Schlossklinik Bad Buchau gGmbH.

Das Ergebnis des Konzepts sollte ein Gebäude mit Funktions- und Nebenräumen auf dem Grundstück beinhalten, das direkt mit der Schlossklinik verbunden sein wird. Mittelfristig sollen diese Räume für weitere Therapieangebote und Zimmer des Fachbereichs Neurologie genutzt werden und damit notwendige Kapazitäten geschaffen werden, um auf dem starken Wettbewerb im Rehasektor weiter erfolgreich bestehen zu können. Schon heute sind Wartezeiten von mehreren Monaten auf eine Rehabilitation in der Schlossklinik keine Seltenheit. Zum einen zeigt das die hohe Qualität in der medizinischen Versorgung der Rehaklinik, zum anderen aber auch, dass weitere Kapazitäten dringend notwendig sind.

Fünf Vorschläge zur Wahl

„Um im Bereich der Neurologischen Rehabilitation weiter wettbewerbsfähig zu sein, brauchen wir zwingend ein neues Gebäude mit den entsprechenden Funktionsräumen“, betont Walter Hummler, Geschäftsführer des Gesundheitszentrums Federsee. „Gleichzeitig liegt der Fokus bei der strategischen Ausrichtung auf wirtschaftlich langfristig vernünftigen Entscheidungen. Wir wollen bewusst kein Luxusgebäude.“ Die Mehrfachbeauftragung habe fünf sehr interessante Vorschläge mit unterschiedlichsten Ansätzen hervorgebracht. Die Jury zur Bewertung der Vorschläge hatte dementsprechend eine herausfordernde Aufgabenstellung.

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