Profis schleudern traditionelle Speere

Lesedauer: 2 Min
Am Wochenende ist das Federseemuseum Austragungsort eines europäischen Turniers.
Am Wochenende ist das Federseemuseum Austragungsort eines europäischen Turniers. (Foto: Federseemuseum)
Schwäbische Zeitung

Die europäische Elite im traditionellen Jagdbogen- und Speerschleuderschießen trifft sich am 14. und 15. September im Federseemuseum zum Wettkampf. Dazu werden mehrere Dutzend Teilnehmer aus dem In- und dem europäischen Ausland erwartet. Museumsbesucher haben die seltene Gelegenheit, den Profis über die Schulter zu schauen.

Für die Schützen bei der Europameisterschaft, die im Zwei-Jahresrhythmus ausgetragen wird, ist das Material für die Wurf-, und Jagdwaffen klar festlegt. Verwendet werden dürfen nur authentische Materialien, so wie sie in der Prähistorie benutzt wurden – zu einer Zeit, in der weder Metall noch Schrift bekannt war. Die Form und Größe des Materials für Bogen und Speerschleuder liegt im Ermessen eines jeden Teilnehmers, sie sollte jedoch nach den bekannten prähistorischen und ethnographischen Vorbildern gewählt werden. Das gilt gleichermaßen für eine erlaubte Ersatzausrüstung, falls etwas während des Turniers zu Bruch gehen sollte. Aus praktischen Gründen sind moderne Klebstoffe zugelassen.

Die benutzten Herstellungstechniken des 21. Jahrhunderts müssen mit den technischen Möglichkeiten der prähistorischen Zeit vereinbar sein, das heißt: Die Benutzung moderner Maschinen für die Herstellung des Materials ist nur dann erlaubt, wenn ein ähnliches Ergebnis mit prähistorischen Techniken erreicht werden kann.

Das Organisationskomitee kann die verwendeten Materialien überprüfen und Teilnehmer ausschließen, wenn die genannten Normen nicht eingehalten wurden. Es sind zwei Wettkämpfe vorgesehen: Speerschleuderschießen wie auch Bogenschießen jeweils auf Zielscheiben.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen