Probeliegen auf der Trage

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Interesant war die Vorstellung des Rettungswagens.
Interesant war die Vorstellung des Rettungswagens. (Foto: DRK)
Schwäbische Zeitung

Einen Nachmittag lang konnten rund 35 Kinder im Rahmen des Bad Buchauer Ferienprogramms die Jugendorganisation des Roten Kreuzes kennenlernen. Damit ein abwechslungsreiches Programm angeboten werden kann, hatten sich die 15 Rot-Kreuz-Mitglieder einiges einfallen lassen. Im Rahmen von verschiedenen Stationen wurde gebastelt, gelernt und viel gelacht. Bereits seit einigen Jahren bieten wir in den Sommerferien ein unterhaltsames, aber auch lehrreiches Programm für Kinder.

Die Verständigung im Einsatz läuft bei den Hilfsorganisationen über mobile Funkgeräte. Spielerisch konnten die Teilnehmer erste Einblicke in den Funkverkehr bekommen. Wer gut aufgepasst hat, konnte beim Spiel „Funk-Schatzsuche“ einen echten Schatz finden, den er mit nach Hause nehmen konnte, und nebenbei noch den Notruf üben. Für den Fall, dass doch mal etwas passiert, wurden unterschiedliche Verbände und die stabile Seitenlage gezeigt und mit den Kindern geübt – denn helfen kann man in jedem Alter. Ein Höhepunkt war wie jedes Jahr der Rettungswagen. Dabei konnten die Kinder Blaulicht anmachen und sich selbst hinter das Steuer setzen. Im Behandlungsraum wurden die Geräte gezeigt. Ein paar mutige Kinder hatten dann auch Lust, mal selbst auf die Trage zu liegen und sich ein- und ausladen zu lassen. Gut angekommen sind auch die EKG-Ausdrucke zum Mitnehmen: Sauerstoffsättigung, Puls und Blutdruck durften die Kinder am EKG mit Hilfe der erfahrenen Mitglieder ermitteln. Interessante Fragen rund um das DRK mussten bei der Schnitzeljagd gelöst werden. Begleitet wurden die Kinder von den Jugendgruppenleitern. Nach so viel Action hat das DRK-Team dann für alle gegrillt und Eis verteilt.

Wozu das Lernen der Ersten Hilfe gut ist, haben aktive Mitglieder zum Schluss im Rahmen einer Schauübung demonstriert. Unfallszenario war ein Sturz aus über zwei Meter Höhe mit Verletzungen am Kopf und Arm. Nach dem Notruf traf innerhalb von wenigen Minuten ein Team der Helfer-vor-Ort-Gruppe ein. Neben der Blutstillung konnten die Kinder so einen Eindruck der strukturierten Patientenbefragung und -behandlung erhalten. Wenige Minuten später kam mit Blaulicht der Rettungswagen, um den Patienten ruhigzustellen und die Verletzungen zu behandeln.

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