Neue Straße bleibt vorerst namenlos

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Alois-Knoll-, Dionys-Kuen- oder doch lieber nur Gewerbestraße? Oder vielleicht etwas ganz anderes? So ganz konnten sich die Stadträte noch nicht entscheiden, wie die neue Straße in Bad Buchaus künftigem Gewerbegebiet heißen soll. Nachdem in der Sitzung kein Vorschlag eine Mehrheit fand, hat Bürgermeister Peter Diesch die Entscheidung kurzerhand vertagt.

Schon in einer vergangenen Sitzung hatte Stadtrat Stefan Feurle den Kunstschlosser Alois Knoll, einer seiner Vorfahren, als Namensgeber für die neue Straße ins Spiel gebracht. Ein örtlicher Handwerker, so Feurle, stünde doch dem künftigen Gewerbegebiet „An der Riedlinger Straße“ gut zu Gesicht. Das sah Sebastian Sandmaier genauso, der jedoch den Buchauer Buchdrucker Dionys Kuen bevorzugte. Elmar Bechtle wiederum erinnerte an den schon länger zurückliegenden Vorschlag des abwesenden Stadtrats Heinz Weiss, der mit dem Straßennamen gerne an seinen Vater, den Maler Otto Weiss, erinnert hätte.

Die Ratskollegen nahmen diese Namensvorschläge unterschiedlich auf. Charlotte Mayenberger empfand das „y“ im Namen von Dionys Kuen als zu kompliziert, konnte aber einer „Buchdruckerstaße“ einiges abgewinnen. Angelika Lipke argumentierte ebenfalls, dass der Namen einfach genug sein müsse, damit auch LKW-Fahrer den Straßennamen problemlos ins Navi eingeben und ins Gewerbegebiet finden könnten. „In einem Wohngebiet wäre das etwas anderes“, so Lipke.

Auch der Gewannname ist zu kompliziert

Auch Bürgermeister Peter Diesch sah die Namen verdienter Buchauer besser in Wohngebieten aufgehoben. Der Gewannname – in diesem Fall „Bei der Ruhe Christi“ – eigne sich aber ebenfalls nicht für die Straße. Stattdessen konnte sich Diesch mit einer schlichten „Gewerbestraße“ gut anfreunden; der Name sei neutral und einfach. „Ich denke, ,Gewerbestaße’ wäre eine gute Lösung.“

Bei der anschließenden Abstimmung fand dieser Vorschlag denn auch die größte Zustimmung, mit lediglich fünf Stimmen aber keine absolute Mehrheit. Jeweils zwei Räte sprachen sich für Alois Knoll und Dionys Kuen aus, die Otto-Weiss-Straße ging bei der Abstimmung leer aus. „Jetzt haben wir zumindest schon mal ein Stimmungsbild“, kommentierte Bürgermeister Diesch die Abstimmung, bevor er den Beschluss vertagte.

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