Narren sind nicht mehr aufzuhalten

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Die Minigarde hat ihren allerersten Auftritt beim Häsabstauben mit Bravour bewältigt.
Die Minigarde hat ihren allerersten Auftritt beim Häsabstauben mit Bravour bewältigt. (Foto: KLAUS WEISS)
Klaus Weiss

Zum Häsabstauben hat die Narrenzunft Moorochs am Dreikönigstag ins Bischof-Sproll-Haus eingeladen. Wie in Oberschwaben Tradition, haben die Sternsinger zuvor die Moorochsen besucht und ihren Segensspruch verkündet.

Nachdem die heiligen drei Könige, darunter Pfarrer Martin Dörflinger als Caspar, ihre Lieder gesungen und den Segensspruch verkündet hatten, begann nach schwäbisch-alemanischer Tradition in Bad Buchau die Moorochsenfasnet. Mit dem Leitspruch „Niemand zum Leid, allen zur Freud“ begrüßte Zunftmeister Uwe Vogelgesang die fasnetshungrige Narrenschar und wünschte, eine freundschaftliche Fasnet miteinander zu bestreiten. Die Moorochsenfamilie wolle dieses Jahr mit dem Leitspruch „Fasnet ist Heimat“ gemeinsam mit den Gabelbrüdern das Jubiläumsringtreffen stemmen und er freue sich auf diese Herausforderung. Zudem stehen noch einige Ausfahrten, die weiteste bis nach Horb, auf dem Plan.

Die Quetschharmoniker um Michael Wissussek stimmten einige Stimmungslieder an und schon bald schunkelten alle im Saal. Das eigentliche Häsabstauben hatte die Brauchtumsgruppe in einen netten Sketch eingepackt. Hier musste der Nachtwächter zuerst den Zunftbüttel wecken, der noch schnarchend im Bett lag. Noch im Nachthemd wollte der dann die Fasnet ausrufen. Nachdem er sich doch noch ordentlich angezogen hatte, nahm die Versammlung seine Bekanntmachung wohlwollend auf, dass die Fasnet in der freien Reichsstadt hiermit ausgerufen sei.

Einige neue Häser überprüften Heidi Fechner und Karl-Josef Schneck penibel nach der Häsordnung, bevor die Maskenträger eine Laufnummer bekamen, die zur Teilnahme an Umzügen berechtigt. Viele Kriterien sind dabei zu beachten, wie zum Beispiel die Anzahl und der Abstand der Glöckchen am Umhang der Seerosen oder die Bemalung am Häs der Riedmeckeler.

Als kleine Überraschung präsentierte sich die neue Minigarde aus den Mitgliedern der Moorochsenzunft. Die 17 kleinen Gardemädchen der Minigarde werden seit Herbst 2018 eigenständig durch die beiden großen Gardemädels Jana Glaser und Laura Grimm trainiert und hatten am Häsabstauben ihren allerersten Auftritt, der den jungen Damen sichtbar Spaß machte.

Nach weiteren Informationen zur kommenden Fasnet, kam was kommen musste: Die Quetschharmoniker stimmten die Moorochsenhymne an und alles sang, klatschte und schunkelte mit. Als sich dann noch Moorochs & Co. unter die Besucher mischten, war klar, dass die Weihnachtszeit der Narrenzeit Platz gemacht hat.

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