Nabu betreut größtes Moor im Südwesten

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 Regierungspräsident Klaus Tappeser (rechts), Landesgeschäftsführer Uwe Prietzel und Dr. Dietrich Kratsch, Referatsleiter des Re
Regierungspräsident Klaus Tappeser (rechts), Landesgeschäftsführer Uwe Prietzel und Dr. Dietrich Kratsch, Referatsleiter des Referats 55 Naturschutz, Recht beim Regierungspräsidium Tübingen, bei der Vertragsunterzeichnung in Tübingen. (Foto: Regierungspräsidium Tübingen)
Schwäbische Zeitung

Regierungspräsident Klaus Tappeser und Landesgeschäftsführer Uwe Prietzel vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) haben am Freitag den neuen Zuwendungsvertrag für die Betreuung des Federseerieds unterzeichnet. Damit werden dem Nabu verschiedene Aufgaben im Rahmen der Betreuung des Federseerieds vom Land Baden-Württemberg für weitere fünf Jahre übertragen.

„Das Federseeried ist ein Arbeitsschwerpunkt des Naturschutzes im Regierungsbezirk Tübingen. Mit über 33 Quadratkilometer ist das Federseemoor das größte zusammenhängende Moor in Südwestdeutschland und eines unserer größten Bausteine für das europäische Schutzgebietsnetz Natura 2000. Die Fortsetzung der vertrauensvollen und erfolgreichen Partnerschaft mit dem Nabu hat deshalb für mich große Bedeutung“, so Regierungspräsident Klaus Tappeser.

Die Betreuung des Federseerieds umfasst das FFH-Gebiet „Federsee und Blinder See bei Kanzach“ und das Vogelschutzgebiet „Federseeried“ mit einer Fläche von rund 3000 Hektar. Zu den Aufgaben des Nabu gehören unter anderem der Schutz und die Entwicklung der Moorlebensräume, das Management der Landschaftspflege, die Öffentlichkeitsarbeit und die Umweltbildung. Der Nabu-Landesverband unterhält hierfür in Bad Buchau ein Naturschutzzentrum unter der Leitung von Jost Einstein und weiteren Beschäftigten.

Durch das Natur-Projekt „Restauration von Habitaten im Federseemoor“ des Regierungspräsidiums Tübingen und des NABU Naturschutzzentrums Federsee wurde ab dem Jahr 2009 in großen Teilen des Moores eine dauerhafte naturnahe Entwicklung eingeleitet. Das mit Mitteln der Europäischen Union geförderte Projekt wurde im Jahr 2015 als eines der besten Projekte in Europa von der EU-Kommission ausgezeichnet. Das Regierungspräsidium will diese erfolgreiche Entwicklung des Federseerieds gemeinsam mit dem Nabu fortsetzen.

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