Musik und Besinnung zum ersten Advent

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 Kirchen- und Kinderchor stimmten auf den ersten Advent ein.
Kirchen- und Kinderchor stimmten auf den ersten Advent ein. (Foto: Speiser)
Alexander Speiser

Zur „Besinnung zum 1. Advent“ hatte der Kirchenchor der Pfarrkirche Sankt Clemens in Betzenweiler am Sonntagabend eingeladen. Viele waren der Einladung gefolgt, die Kirche war voll besetzt. Der Kirchenchor und der Kinderchor boten besinnliche Lieder zum Advent und zur Einstimmung auf die Weihnachtszeit, was ihnen vortrefflich gelang.

Mit „Macht hoch die Tür“, einem Kirchenlied aus dem 17. Jahrhundert sorgte Organistin Felicitas Berger gleich zu Beginn für Atmosphäre. Chorleiterin Hermine Reiter, die Instrumentalgruppe mit Kornelia Kettnaker, Christine Wieland und Patricia Gresser, sowie Felicitas Berger am E-Piano und beide Chöre gaben mit „Freut euch, denn es ist Advent“ und „Eingeladen zum Fest des Lebens“ ihr Bestes.

Der Kinderchor zeigte mit „Du bist ein Ton in Gottes Melodie“, „Du hast die Welt mit Liebe geflutet“ und „Denn der Engel hat gesagt“, dass er stimmgewaltig sind. Sein Vortrag war harmonisch und textsicher und ging unmittelbar zu Herzen. Pfarrer Dörflinger stellte seine Ansprache unter den Titel „Was die Engel uns sagen“. Er meinte, Engel müssten nicht unbedingt Männer mit Flügeln sein, wenngleich einige wie der Erzengel Gabriel einen männlichen Namen tragen. Jeder Mensch habe seinen persönlichen Engel, der auch in Gestalt des nächsten Gegenüber auftreten könne und es liege an einem selbst, seinen Engel wahrzunehmen und mit ihm in Kontakt zu treten. Engel haben vielfältige Aufgaben so Pfarrer Dörflinger, sie seien auch Botschafter und Beschützer, für den, der sie braucht und der sie anruft. Worte, die nachdenklich machten.

„Dein Engel wird immer bei dir sein“ stimmte der Kirchenchor folgerichtig auf das Thema ein und gab mit „Exsultate Justi“ und „Spuren aus Licht“ weitere Kostproben aus seinem Repertoire. Bei „Lichterzeit, Freudenzeit“ und „Seid zugedeckt mit Gottes Segen“ war dann auch der Kinderchor sehr zur Freude der Besucher wieder mit dabei. Im Segensgebet berichtete Pfarrer Dörflinger auch von seiner Schwester Elisabeth Dörflinger, die einem relativ jungen Orden im Kloster Sotillo in der Nähe von Avilla bei Madrid angehört. Die Schwestern dort leben in großer Bescheidenheit und wollen eine einfache Kirche errichten, um ihre Gottesdienste zu feiern. Hierfür wurde um Spenden gebeten. Den harmonischen Abschluss gaben Chor und Musikanten mit „Tochter Zion“ und einer Zugabe. Die Besucher quittierten die Darbietung mit anhaltendem Beifall.

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