„Mord im Hühnerstall“ wirft Fragen auf

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 Sie bringen das Lustspiel „Mord im Hühnerstall“ in Offingen zur Aufführung (vordere Reihe von links): Karin Herrmann, Miriam Bl
Sie bringen das Lustspiel „Mord im Hühnerstall“ in Offingen zur Aufführung (vordere Reihe von links): Karin Herrmann, Miriam Bloching, Emma Herrmann, Petra Moll, Franziska Deufel. Hintere Reihe von links: Leo Moll, Raphael Uhlmann, Tanja Schweda (Souffleuse), Dieter Halbherr und Matthias Uhlmann. (Foto: Wolfgang Lutz)
Wolfgang Lutz

„Die gemischte Sauna“ war 1988/89 die erste Aufführung der Theatergruppe Offingen in der kurz zuvor fertiggestellten Bussenhalle. Nun sind daraus 30 Jahre geworden, in denen das Laienschauspiel in der Gemeinde auf dem höchsten Berg Oberschwabens zu Hause ist, und es sind noch drei Akteure (Dieter Halbherr, Leo Moll und Petra Moll) von einst dabei, die auch heute noch Jahr für Jahr auf der Bühne stehen. Zum 30-jährigen Bestehen der Theatergruppe, die einstmals aus der Landjugend hervorging, haben sich die Akteure einen Schwank in drei Akten von Regina Rösch ausgesucht, der wieder alles verspricht, was zu einem deftig-dörflichen Laienschauspiel gehört. Spaß, Gaudi und beste Unterhaltung werden mit diesem kriminalistischen Lustspiel garantiert.

Alfons Zipperich (Raphael Uhlmann), ein Mann in den besten Jahren und Junggeselle, schuftet untertags im Finanzamt und schikaniert zu Hause seine Schwester Lisbeth (Petra Moll), bis der ebenfalls ledigen Dame des Hauses fast der Kragen platzt. Der Freund von Alfons, Karl-Josef Fröhlich (Leo Moll), steht bei seiner Schwester Sophie (Franziska Deufel) unter Bewachung. Ein Zustand, den die zwei Schwerenöter so nicht auf sich sitzen lassen wollen. Das ändert sich auch schlagartig, als zwei zwielichtige weibliche Feriengäste (Emma Herrmann und Miriam Bloching) in der Pension von Lisbeth Zipperich auftauchen. Das weckt das Interesse und die Geister der beiden Schwerenöter Alfons und Karl-Josef. Darum scheuen sie sich auch nicht, schon im Vorfeld in ein eventuelles Schäferstündchen mit den beiden zu investieren.

Das gefällt den Schwestern der beiden Möchtegern-Casanovas überhaupt nicht, vielmehr ahnen sie, dass die Urlaubsgäste ihren Brüden das Geld aus dem Hosensack ziehen wollen und behalten daher beide im Auge. Sie verfolgen die Zweisamkeit der beiden Paare beim ersten Date. Das ganze eskaliert und dann spielt sich ein Drama im Hühnerstall von Hahn Otto ab, doch es ist zu spät: „Der Mord im Hühnerstall“ hinterlässt eine Leiche, die schleunigst beseitigt werden muß. Ob die ebenfalls in der hiesigen Pension wohnenden Kommissare Horst Derrick (Dieter Halbherr) und Hermine „Harry“ Kleiner (Karin Hermann) Licht ins Dunkel bringen können, erscheint fraglich. Somit wird auch der „Bulle vom Bussen“, Dorfpolizist Leo Schnapper (Matthias Uhlmann) in die Ermittlungen mit einbezogen. Als dann auch noch Alfons Zwillingsbruder im Dorf auftaucht, wird das ganze Durcheinander noch viel schlimmer, aber am Ende nimmt der kriminalistische Schwank eine ungeahnte Wende.

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