Mit kirchlichem Segen fahren die Biker los

Lesedauer: 4 Min

Bevor die Motorradtour losging, gab es den kirchlichen Segen.
Bevor die Motorradtour losging, gab es den kirchlichen Segen. (Foto: Klaus Weiss)
Schwäbische Zeitung
Klaus Weiss

Die Bad Buchauer Moorochsen haben vor Beginn der Motorradsaison die Biker zur Stiftskirche eingeladen, um den Segen Gottes zu erbitten. Fast 70 Motorräder aller Klassen standen auf dem Kirchplatz, als Pfarrer Martin Dörflinger und sein evangelischer Kollege Markus Lutz die Fahrer beim Gottesdienst im Freien vor dem Ehrenmal begrüßten.

Nunmehr zum dritten Mal fand vor der Bad Buchauer Stiftskirche ein etwas anderer Gottesdienst statt. Eingeladen hatte die Narrenzunft Moorochs zur Segnung der Fahrer mit ihren Maschinen aller Klassen. Die Schalmeiengilde der Zunft eröffnete mit „Sound of Silence“ den Gottesdienst. Pfarrer Dörflinger freute sich unter den vielen Biker auch einige aus der Seelsorgeeinheit „Zocklerland“, seiner vorherigen Pfarrstelle, begrüßen zu dürfen.

Wer gerne mit dem Motorrad unterwegs sei, so Pfarrer Dörflinger, kenne die Begeisterung dazu, kenne aber die Gefahren die mit dabei sein könnten. Mit Gottes Segen sei Gott immer dabei, alle Tage. „Herr, deine Liebe ...“, intoniert von den Schalmeien, passte dann gut dazu. Mitglieder der Zunft verlasen die Fürbitten und baten um Gottes schützende Hand bei allen Ausfahrten. Pfarrer Dörflinger nahm den weltbekannten Song von John Denver „Take Me Home, Country Roads“ als Basis seiner Ansprache, übersetzte einige Passagen und richtete diese direkt an die Bikerschar. Der Text des Stücks beschreibt Gefühle und Gedanken während einer Fahrt auf einer Landstraße nach Hause. Der Fahrer erinnert sich dabei an seine Heimat. Der Refrain beschwört den intensiven Wunsch nach Hause zurückzukehren, an den Ort wo man hingehört.

Beide Pfarrer sangen leidenschaftlich den Song und spielten dabei auch Gitarre. Richtig Stimmung kam dabei auf und der Beifall hinterher war angebracht. Nach dem gemeinsamen Schlussgebet segneten die Pfarrer die Gottesdienstbesucher und bei der anschließenden Vorbeifahrt wurden die Fahrer mit Weihwasser bedacht. Der Großteil der Motorradfans fuhr danach eine große Runde um den Bussen, die leichtere Klasse mit 125 Kubikzentimeter fuhr um den Federsee. Ehrensache war es für alle Fahrer auf Pfarrer Dörflinger zu warten, der sich zuerst noch umziehen musste, um dann mit seiner DKW 125 Baujahr 1952 an der Ausfahrt teilzunehmen. Beifall brandete auf, als Dörflinger zu der startbereiten Gruppe dazustieß.

Mehr Fotos unter unter der Ortsmarke Bad Buchau.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen