Mehr Spatzen und Rotkehlchen – weniger Meisen und Finken

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Amseln am winterlichen Apfelbaum.
Amseln am winterlichen Apfelbaum. (Foto: Brigitte Frosdorfer)
Schwäbische Zeitung

In ganz Deutschland haben mehr als 187 000 begeisterte Vogelbeobachter rund 4,5 Millionen Vögel gemeldet. Dies ist ein Höchstwert bei den Menschen, die mitgemacht haben. Allein im Kreis Biberach wurden in 373 Gärten 12 815 Vögel gezählt.

Die zehn häufigsten Arten waren in aufgeführter Reihenfolge: Haussperling, Feldsperling, Amsel, Kohlmeise, Blaumeise, Buchfink, Grünfink, Erlenzeisig, Elster und Rabenkrähe. Bei der Amsel war mit einem Prozent eine leichte Zunahme zu vermelden. Kohlmeise und Blaumeise wurden um 54 Prozent beziehungsweise 42 Prozent weniger festgestellt. Auch der Grünfink hat um 44 Prozent abgenommen. Erlenzeisige dagegen wurden um 120 Prozent häufiger gesichtet. Der beutegreifende Sperber wurde im Kreis Biberach 13 Mal gemeldet; dies entspricht einer Abnahme um 47 Prozent.

Obwohl die Aktion Stunde der Wintervögel beendet ist, kann man trotzdem weitermachen und beispielsweise an der Futterstelle oder in menschenleerem Wald und Flur Vögel beobachten, und sie in den Portalen ornitho.de und naturgucker.de melden, schlägt Siegfried Frosdorfer, der Vorsitzende der Nabu-Gruppe Bad Buchau-Federsee, vor. Weitere naturschutzbiologische Hintergrundinformationen gibt es unter nabu.de.

Außerdem empfiehlt Frosdorfer auch an der Wahl zum Vogel des Jahres 2021 teilzunehmen. Hierbei ist eine Vogelart als Favorit aus den zehn Siegern der Vorwahl zu wählen. Das Abstimmungsformular für die Hauptwahl wird am 18. Januar auf www.vogeldesjahres.de freigeschaltet. Bis zum 19. März ist eine Stimmabgabe möglich und noch am gleichen Tag wird der Wahlsieger verkündet und zum „Vogel des Jahres 2021“ gekürt.

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