Bad Buchaus Bürgermeister Peter Diesch nahm die Urkunde von Innenminister Thomas Strobl entgegen.
Bad Buchaus Bürgermeister Peter Diesch nahm die Urkunde von Innenminister Thomas Strobl entgegen. (Foto: Steffen Schmid)
Schwäbische Zeitung

Die Stadt Bad Buchau darf auf ihren Ortsschildern ab dem 1. Februar den Zusatz „Staatlich anerkanntes Heilbad“ führen. Der stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl (CDU) verlieh in Stuttgart bei einer Feierstunde die entsprechenden Urkunden an die Vertreter von 38 Kurorte, darunter auch Bad Buchaus Bürgermeister Peter Diesch.

„Künftig kann jeder, der nach Bad Buchau kommt, der in die Stadt fährt, auf den ersten Blick erkennen: Bad Buchau ist Heilbad. Mich freut es sehr, dass das Kabinett meinem Vorschlag gefolgt ist und künftig 38 Kurorte im Land ihre Kurort-Prädikate auf den Ortstafeln führen können“, sagte Strobl bei der Verleihung im Innenministerium.

Die Ortstafeln seien oft das erste, das ein Besucher sehe, wenn er in einen Ort fahre – „sie sind sozusagen die Visitenkarte“. Zudem würden die Kurorte mit der Verleihung bei ihren großen Anstrengungen für den Tourismus im Land unterstützt.

Initiative des Heilbäderverbands

Auf Vorschlag von Strobl ermöglichte die Landesregierung im Dezember 2019, dass 38 Kurorte im Land künftig ihre Kurort-Prädikate auf den Ortstafeln an den Ortseingängen führen können.

Damit trägt die Landesregierung der Ortsschilderinitiative des Heilbäderverbands Baden-Württemberg Rechnung. Der Verband hatte sich dafür eingesetzt, die Prädikate wie „Staatlich anerkanntes Heilbad“ oder „Staatlich anerkannter Ort mit Heilquellen-Kurbetrieb“ durch Aufnahme auf die Ortstafeln deutlicher herausstellen und gegenüber Gästen und der Bevölkerung vor Ort besser und umfassender kommunizieren zu können.

„Diese Initiative haben wir gerne aufgegriffen und dem Wunsch entsprochen. Damit können die Kurorte im Land ihre Prädikate deutlicher herausstellen und gegenüber Gästen und der Bevölkerung vor Ort besser und noch sichtbarer werben“, sagte Strobl.

Die Landesregierung kann laut Gemeindeordnung auf Antrag an Gemeinden für diese selbst oder für einzelne Ortsteile sonstige Bezeichnungen, sogenannte Zusatzbezeichnungen, verleihen, die auf der geschichtlichen Vergangenheit, der Eigenart oder der heutigen Bedeutung der Gemeinden oder der Ortsteile beruhen.

Diese Voraussetzungen sind für die Kurorte im Hinblick auf die staatliche Anerkennung der entsprechenden Prädikate nach dem Gesetz über die Anerkennung von Kurorten und Erholungsorten erfüllt.

Titel, die aufgrund allgemeiner kommunalrechtlicher Vorschriften amtlich verliehen worden sind, können wiederum nach dem Straßenverkehrsrecht auf der Ortstafel geführt werden.

Insgesamt hatten 38 Kurorte aus 16 Landkreisen an der Ortsschilderinitiative teilgenommen und einen Antrag auf Verleihung einer ihrem Kurort-Prädikat entsprechenden Zusatzbezeichnung gestellt.

Die Landesregierung hat die Zusatzbezeichnungen jeweils mit Wirkung zum 1. Februar verliehen. Ab diesem Tag können die 38 Kurorte die Schilder austauschen.

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