Kreativ und aktiv auf neuen Wegen

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Hier sieht es schon ganz ordentlich aus: Mädchen beim Häkelversuch
Hier sieht es schon ganz ordentlich aus: Mädchen beim Häkelversuch (Foto: Klaus Weiss)
Klaus Weiss

Zu einem etwas anderen Familientag hat die Seelsorgeeinheit Federsee am Sonntag nach Dürnau eingeladen. Das veränderte Konzept bot allen Teilnehmern die Möglichkeit, selbst kreativ und aktiv mit zu machen.

Nach elf Jahren „Familien auf dem Weg“ war es an der Zeit, so das Organisationsteam, mal etwas anderes zu machen. Der Leitgedanke „Neue Wege“ zog sich wie ein roter Faden durch den ganzen Ablauf, denn das Organisationsteam hat nicht nur mit seiner Namensänderung neue Wege eingeschlagen. Eingeladen auf diesen neuen Weg waren alle, die einen Tag mit Spiel, Spaß, Meditation und Gemeinsamkeit verbringen wollten.

Am Anfang stand ein feierlicher Gottesdienst in der Dürnauer Kirche mit Pater Karl König und Diakon Thomas Lerner. Musikalisch mitgestaltet wurde der Gottesdienst mit Hermine Reiter an der Orgel und dem Dürnauer „Projektchor“ unter Leitung von Thomas Neher. Auch im Gottesdienst wurden die Besucher mit auf den Weg genommen – ganz wörtlich. In Mittelgang war ein Seil ausgelegt, an der sich die Besucher aufstellten. In einem szenischen Anspiel wurden Diskussion einer Wandergruppe nachgespielt. Diakon Lerner griff dieses Bild in seiner Predigt auf. Es sei gut, wenn die Menschen etwas haben, das sie zusammenhält – wie dieses Seil. Wenn man miteinander verwoben sei, und wenn man mit Gott verwoben sei, wirke dies wie ein Seil, das aufzufangen vermag. Und auch Jesus Christus wirke im Leben wie ein Seil: „Er gibt uns Sicherheit, die sonst fehlt. Er gibt uns Orientierung. Er macht uns frei von Angst und Verzagtheit und er fängt uns auf, wenn wir fallen“, so Lerner.

Nach dem Gottesdienst bestand auf dem Spielplatz bei der Kirche die Möglichkeit für jung und alt sich sportlich, spielerisch, handwerklich aber auch spirituell zu betätigen. In der Kirche war Gelegenheit zur Meditation eingerichtet, und wer die Natur liebt, konnte mit auf spirituelle Wanderungen gehen. Auf dem Spielplatz selbst war allerhand, überwiegend für die jüngeren, geboten. Eine Leonardobrücke aus Holz ganz ohne weitere Hilfsmittel wie Nägel oder Leim zu bauen, war schon eine Herausforderung, die viel Geschick erforderte. Die Fotowand bot eine schöne Möglichkeit, von sich allein oder mit Familie ein Erinnerungsfoto zu machen, ohne dabei aus dem Rahmen zu fallen.

An einer weiteren Station durften die Kinder Stocknägel aus Metallfolie machen und den damit verzierten Wanderstock gleich mit nach Hause nehmen. Selbst einen Kompass zu basteln, der auf Schaumstoff montiert wurde, war ebenfalls eine interessante Aufgabe. Im Wassereimer daneben konnte der schwimmende Kompass gleich getestet werden.

Verschiedene Geschicklichkeitparcours stellten nicht ganz einfach zu bezwingende Hindernisse dar, die die Teilnehmer zum Teil nur im Verbund und durch gemeinsames Agieren überwinden konnten. Vielen Angeboten war es gemein, dass man nur in Gemeinschaft zum Ziel kommen konnte.

Etwas gemütlicher ging es dann beim Häkeln und Stricken zur Sache, hier war die ältere Generation in der Überzahl aber auch einige Buben haben das häkeln probiert, konnten sich aber nicht so ganz dafür begeistern. Doch im Schatten der großen Bäume fanden gute Gespräche und reger Austausch statt. Der wurde auch im nahen Gemeindesaal fortgesetzt, wo Essen und Trinken angeboten wurde.

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