„Krachmacher“ heizen ordentlich ein

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 Mit tollen Kostümen und einem wilden Sound begeisterten auch die Blausteiner Gugga.
Mit tollen Kostümen und einem wilden Sound begeisterten auch die Blausteiner Gugga. (Foto: KLAUS WEISS)
Klaus Weiss

Mit gleich zwei musikalischen Höhepunkten haben die Feierlichkeiten zur 50-Jahrfeier der VFON im Narrenfestzelt in Bad Buchau begonnen: ganz im Zeichen von Lumpa- und Guggakapellen am Freitag und am Samstag mit der Party-Nacht und DJ Tropicana.

Lautstark ging es zunächst einmal am Freitag mit zahlreichen „Krachmachern“ – so darf man die Guggamusiken schon nennen – los. Die Dürnauer „Xälzbära“ hatten die Organisation dazu in die Hand genommen und versprachen mit dem Hinweis auf einen tollen Abend nicht zu viel. Zwar hätten noch einige Besucher im Zelt Platz gehabt, aber das Treffen diente scheinbar hauptsächlich den teilnehmenden Guggakapellen. Ob die Blausteiner, Bietigheimer und Esslinger Gugga, die Günzburger Blechbätscher oder die Fronhofener Prässsäck – alle hatten sie fantasievolle Kostüme im Gepäck und vor allem Instrumente zum Krachmachen. Aber trotzdem gaben die Musiker ihr Bestes und lieferten auch eine tolle Schau ab. Einige, wie die Tuttlinger „Musig Duddler“ oder die Blech Beat Gugga aus Oberelchingen, fingen ganz melodisch an, um dann richtig wild zu werden. Die Stimmung im Zelt war jedenfalls saustark und wurde durch die Platzhirsche, die Dürnauer „Xälzbära“, massiv gesteigert. Das Beste am Schluss, so wurde die Lumpenkapelle Urbachl aus Bad Waldsee angekündigt. Unbeschreiblich war ihr Sound und trotzdem mitreißend, so wie es bei Guggamusik einfach sein muss.

Der zweite musikalische Höhepunkt stellte dann am Samstag im randvollen Festzelt die Party-Nacht mit DJ Tropicana dar. Zu tollen Lichteffekten kam klasse Musik aus riesigen Lautsprecherboxen, die eine Unterhaltung an der 20-Meter-Bar zwar unmöglich machten, aber die Stimmung war dafür top.

Schön zu hören war, dass es an beiden Abenden so gut wie keine Streitereien gab. Nur einige wenige hatten wohl ein oder zwei Gläser zu viel getrunken und wurden von den zahlreichen Sicherheitsdienst-Mitarbeitern dezent „entsorgt“.

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