Kolpingfamilie prägt Kirche und Kommune

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 Adolph Kolping
Adolph Kolping (Foto: -)
Schwäbische Zeitung

Den Jubiläumsgottesdienst am Sonntag, 14. Oktober, ab 10.15 Uhr in der Bad Buchauer Stiftskirche zelebriert Diözesanpräses Walter Humm. Beim Gottesdienst wird hier an die Gründung des Katholischen Gesellenvereins am 21. August 1878 erinnert. Im Gottesdienst beschäftigen sich die Kolpingmitglieder etwa mit der Frage:

Sind wir Alltagschristen?

Anschließend ist die Gemeinde zum Stehempfang und zum Austausch eingeladen.

Der Kolping-Vorstand lädt zudem die Mitglieder und ihre Familien ein, um bei einer internen Jubiläumsveranstaltung auf 140 Jahre Rückschau zu halten. Dabei stehen auch Dank und Anerkennung für Geleistetes und Treue zum Verein im Vordergrund.

Der 21. August 1878 ist ein denkwürdiges Datum in Bad Buchau. An diesem Tag wurde der katholische Gesellenverein gegründet, der Vorläufer der heutigen Kolpingfamilie Ihr 140-jähriges Bestehen feiert die Kolpingfamilie Bad Buchau am Sonntag mit einem Festgottesdienst.

Adolf Kolping wurde am 8. Dezember 1813 als Sohn eines Tageslöhners in Kerpen bei Köln geboren. Er erlernte zunächst das Schuhmacherhandwerk, bis er am 13. April 1845 mit 32 Jahren zum Priester geweiht wurde. Bereits im Jahre 1845 rief Kolping den ersten Katholische Gesellenverein ins Leben, aus dem sich später das internationale Kolpingwerk entwickeln sollte. Kolpings Todestag ist der 4. Dezember 1865.

13 Jahre später, am 21. August 1878, wurde der Katholische Gesellenverein in Buchau gegründet. Gründungsinitiatoren waren Stadtpfarrer Kling, Kaplan Merkle, Lehrer Schaible, Unteramtsarzt Dr. Stützle, die Gesellen Alois Knoll. Josef Keller und Xaver Menz. Kaplan Merkle wurde erster Präses.

Sogleich setzte ein reges Vereinsleben ein mit Versammlungen und Zusammenkünfte, Vorträgen und Aussprachen über die programmatischen Zielsetzungen Kolpings, über religiöse und politische Fragen. Bei Theaterspielen und Wanderungen pflegten die Mitglieder auch die Geselligkeit.

Vor dem Zweiten Weltkrieg hatten die Nationalsozialisten alle katholische Organisationen verboten, somit endete auch das aktive Vereinsleben des Gesellenvereins in Buchau. Doch Kolpings Vermächtnis blieb in Buchau unvergessen. 13 Jahre nach dem furchtbarem Kriegsgeschehen ließen im Frühjahr 1953 die Buchauer Bürger Franz Binder, Franz Pfeiffer, Max Scherle und Karl Schuster zusammen mit Kaplan Benno Wieland als Präses die Tradition des Katholischen Gesellenvereins wieder aufleben und gründeten die Kolpingfamilie Buchau – mit auf Anhieb 35 Mitglieder. Mit der Umbenennung in Kolpingfamilie erfolgte eine tiefgreifende gesellschaftliche Umschichtung des Vereins, der nun allen Altersstufen, allen Konfessionen und nicht mehr allein den Handwerkern, sondern allen Berufsgruppen offenstand.

Die Kolpingfamilie prägt seither mit ihrem vielschichtigen Vereinsleben seither Kirche und Kommune: Mit Theaterspielen, der Gestaltung von Fronleichnamsteppichen, der Erstellung und Aufbau des Kolping-Kinderspielplatzes in den Bittelwiesen, Maibaum- und Nikolausaktionen ist die Kolpingfamilie heute nicht mehr aus Bad Buchau wegzudenken.

Den Jubiläumsgottesdienst am Sonntag, 14. Oktober, ab 10.15 Uhr in der Bad Buchauer Stiftskirche zelebriert Diözesanpräses Walter Humm. Beim Gottesdienst wird hier an die Gründung des Katholischen Gesellenvereins am 21. August 1878 erinnert. Im Gottesdienst beschäftigen sich die Kolpingmitglieder etwa mit der Frage:

Sind wir Alltagschristen?

Anschließend ist die Gemeinde zum Stehempfang und zum Austausch eingeladen.

Der Kolping-Vorstand lädt zudem die Mitglieder und ihre Familien ein, um bei einer internen Jubiläumsveranstaltung auf 140 Jahre Rückschau zu halten. Dabei stehen auch Dank und Anerkennung für Geleistetes und Treue zum Verein im Vordergrund.

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