Kanzach begrüßt das Jubiläumsjahr

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 Beim Sektempfang der Gemeinde Kanzach wurde der Kalender zum Jubiläumsjahr präsentiert.
Beim Sektempfang der Gemeinde Kanzach wurde der Kalender zum Jubiläumsjahr präsentiert. (Foto: Brigitte Braun)
Schwäbische Zeitung

Es sind genau 850 Jahre her, seit der Ort Kanzach im Jahr 1169 zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde. Im Rahmen einer Streitigkeit um die Kirche in Walpertsweiler, die im „Codex Diplomaticus Salemitanus“ der Zisterzienserabtei Salem beigelegt wurde, sind neben anderen auch Bernhard und sein Sohn Ortolf von Kanzach als Zeugen genannt. Als Auftakt für dieses Jubiläumsjahr hat die Gemeinde ihre Bürgerinnen und Bürger, ob jung und alt, am Neujahrstag zu einem kleinen, gemütlichen Sektempfang eingeladen.

Dank der großen Resonanz in der Bevölkerung konnte Bürgermeister Erwin Hölz in der gut gefüllten Pfarrscheuer mit allen Anwesenen auf ein gutes neues Jahr und diesen besonderen Anlass anstoßen. Besonderen Dank galt auch dem Team, das sich im vergangenen Jahr besonders um die geschichtlichen Hintergründe und Fakten gekümmert hat sowie grundlegende Vorbereitungen getroffen hat, damit dieses Jubiläumsjahr gebührend gefeiert und viele Glanzpunkte im Jahresverlauf gesetzt werden können. So ist auch geplant, bis zum Herbst eine detaillierte Dorfchronik zu erstellen und herauszugeben.

Schon jetzt ist ein schöner Kalender für das Jubiläumsjahr 2019 entstanden, der sehr abwechslungsreich, manchmal nachdenklich aber auch humorvoll gestaltet ist, so dass er nicht nur in Kanzacher Stuben, sondern auch im Umland viel Freude machen kann.

850 Jahre sind eine lange Zeit, die sich in der wechselhaften Geschichte widerspiegelt, zumal Kanzach auch an der Kreuzung verschiedener Handelswege aus verschiedenen Epochen gelegen ist. Aber, Herren kommen und gehen, doch die Menschen bleiben. Und sie sind es, die eine Gemeinde ausmachen und lebendig erhalten, wie Bürgermeister Erwin Hölz auch erwähnt. Ein Ort lebe durch seine Bürger, die gemeinsamen Feiern, Feste und Aktivitäten. Von je her hätten die Kanzacher es verstanden, die Zeichen der Zeit zu erkennen und das Bestmögliche zu gestalten. So könne man stolz sein auf eine tüchtige Freiwillige Feuerwehr, ein reges Vereinsleben und die vielen gemeinsamen Aktionen, die mit ihren gewachsenen Strukturen ein solch solides Fundament haben, dass selbst Großveranstaltungen wie die „Kunst im Sägewerk“ aus den eigenen Reihen gestemmt werden können. In diesem Geiste wird auch das Jubiläumsjahr 2019 mit großem Zusammenhalt und viel Elan für Einheimische und Gäste gestaltet werden.

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