Kanalisation muss verlegt werden

Lesedauer: 2 Min

Der Bau des neuen Seniorenzentrums in Bad Buchau hat auch Auswirkungen auf den Untergrund: Durch die Maßnahme auf dem Gelände der Moorheilbad gGmbH wird auch eine Verlegung der Abwasserkanalisation notwendig. „Wobei diese teilweise ohnehin einer Sanierung bedarf“, erklärte Kämmerer Franz-Xaver Menz in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats.

Ein Teil der Kanalisation liege ungünstig und komme damit dem Bau des neuen Pflegeheims in die Quere, so Menz. Da jedoch zudem ein weiterer Teil der Leitungen ohnehin saniert werden müssten, haben Stadt und Moorheilbad gGmbH vereinbart, sich die Kosten für die Verlegung der Kanalisation zu teilen, und zwar jeweils zur Hälfte. Mittlerweile habe sich aber herausgestellt, dass der tatsächliche Verlauf einiger Leitungen vom Plan abweiche und damit nicht den Neubau tangiere. Die Verwaltung schlug deshalb eine neue Kostenverteilung vor, der auch der Gemeinderat einhellig zustimmte: Demnach übernimmt die Stadt 60 Prozent, das sind voraussichtlich 137 000 Euro, das Moorheilbad übernimmt die restlichen rund 82 000 Euro.

Ebenfalls einstimmig hat der Gemeinderat eine Vereinbarung mit dem Landesamt für Denkmalpflege (LAD) geschlossen. Sie ist notwendig, da die Baustelle auf einer sogenannten „archäologischen Verdachtsfläche“ liegt. Im unmittelbaren Umfeld seien bereits Reste eines prähistorischen Bohlenwegs gefunden worden, erinnerte Menz. Der Vertrag regelt die baubegleitende archäologischen Untersuchungen des LAD, deren Kosten die Investoren zu tragen verpflichtet sind.

Mehr zum Thema
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen