Im Nebel verloren, verschluckt, gefangen

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Die Sage um das Nebelmännlein am Federsee lieferte den Stoff für das Stück des Theater-Clubs an der Federseeschule.
Die Sage um das Nebelmännlein am Federsee lieferte den Stoff für das Stück des Theater-Clubs an der Federseeschule. (Foto: Dr.Bettina Fieber-Mainz)
Schwäbische Zeitung

Die Gemeinschaftsschule am Federsee lädt zum Sommertheater am Donnerstag, 5. Juli, ab 19 Uhr ins Bischof-Sproll-Haus in Bad Buchau ein. Der Theater-Club der Lerngruppen 7 unter Leitung von Lehrerin Miriam Fetscher wird das Stück „Das Nebelmännlein vom Federsee“ aufführen.

Die Sagen um das Nebelmännlein, das nicht nur am Bodensee, sondern auch am Federsee sein Unwesen treibt, dürften in der Gegend wohlbekannt sein. Inspiriert von diesen Geschichten entstand das Theaterstück „Das Nebelmännlein vom Federsee“.

Die mystischen Schleier des Nebels verhüllen See, Moor, Stadt und Land – ja, sie verschlucken sogar Menschen, die sich zuweilen etwas zu weit in den Dunst hineinwagen. Einmal verschluckt, irren sie orientierungslos im dicht gewebten Vorhang aus feinsten Wassertröpfchen umher und erkennen schließlich, dass sie Gefangene des Nebels und somit verloren sind.

Auch Irmela begibt sich zu weit ins Moor hinaus und wird vom Nebelmännlein gefangen, das den See und das Moor in dichte Nebelschwaden einhüllt, um die Zauberwelt vor den allzu neugierigen Blicken der Menschen zu schützen. Das Nebelmännlein ist auf seine Gefangenen angewiesen, liefern sie ihm doch den Grundstoff für seine mystischen Nebelschleier – ihre aus Kummer vergossenen Tränen. Ein Entkommen scheint für Irmela mit jedem weiteren Tag auf dem düsteren Nebelschloss unwahrscheinlicher – wären da nicht die mutigen Geschwister des Mädchens, die ihre Hoffnung nicht aufgeben und sich den Herausforderungen der echten sowie der Zauberwelt stellen.

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