Hundetag im Federseemuseum

Lesedauer: 3 Min
Im Federseemuseum dreht sich alles um den Hund.
Im Federseemuseum dreht sich alles um den Hund. (Foto: Federseemuseum)
Schwäbische Zeitung

Täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Am Sonntag, 5. August, geht es von 10 bis 17 Uhr sehr lebendig zu im archäologischen Freigelände des Federseemuseums. Temperamentvoll und vital tummeln sich viele nordische Hunderassen, die mit dem deutschen Club für Nordische Hunde zu Gast im Federseemuseum sind. Bei der Rasseschau werden sie mit den typischen Merkmalen dem Publikum vorgestellt. Dabei können Besucher auch einiges über ihre Herkunft und ihre ursprüngliche Nutzung erfahren. Der ganze Tag steht in Zeichen des ältesten Freundes des Menschen: Von der Rasseschau über die Trickstunde bis zum Geschicklichkeitsparcours ist alles dabei. Außerdem sind Besucherhunde herzlich willkommen.

Nicht mythologisch, sondern durch Funde und Fakten wissenschaftlich belegt, reicht aus archäologischer Sicht die Beziehung zwischen Mensch und Hund weit zurück in die Vergangenheit. Knochenfunde vom Federsee belegen, dass schon Jäger und Sammler Hunde als Jagdgefährten hielten. Auch ohne bildliche und schriftliche Überlieferungen ergeben heute Forschungsergebnisse von archäologischen Funden exakte Erkenntnisse zur Domestikation des Hundes und zur Hundehaltung aus vergangenen Zeiten. Die ältesten Hinweise auf eine Zähmung von Wölfen reichen bis in das ausgehende Eiszeitalter vor etwa 15.000 Jahren zurück. In dieser Zeit hat sich allmählich eine neue Art entwickelt, die sich eindeutig in der Form von ihren wilden Verwandten unterscheidet: Sie sind deutlich kleiner, zwar noch mit wolfsähnlichem Schädel, doch mit kürzerer Schnauze.

Auch die Jäger der frühen Nacheiszeit am Federsee hielten sich Hunde, das belegt ein Hundeschädel aus einem mittelsteinzeitlichen Lagerplatz am südlichen Federsee. Aus der Bronzezeit liegen mit den Funden aus der Wasserburg Buchau weitere vorgeschichtliche Hunde aus dem Federseegebiet vor. Aufgrund der Ähnlichkeit mit dem heutigen Wolfsspitz wurden diese prähistorischen Hundefunde auch als Torfspitze bezeichnet.

Auch die nordischen Hunde haben gewisse Ähnlichkeiten mit Torfspitzen. Besucher erwartet im archäologischen Freigelände die lebendige und spannende Präsentation agiler und leistungsstarker Hunderassen.

Täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen