Hugo Breitschmids Hit landet auf Platz drei

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 Hugo Breitschmid unterstützte Friedel Kehrer bei ihrem Auftritt live vor den Kameras des SWR.
Hugo Breitschmid unterstützte Friedel Kehrer bei ihrem Auftritt live vor den Kameras des SWR. (Foto: SWR/Alexander Kluge.)

Die Kabarettistin Friedel Kehrer hat es am Sonntag beim Wettbewerb um den „Närrischen Ohrwurm“ des SWR auf Anhieb auf den dritten Platz geschafft. Ein Erfolg, über den sich auch Hugo Breitschmid freuen kann. Der Dürnauer Dialektdichter hat den Text zu „Dr Baur“ geschrieben – und stand bei der Live-Sendung in Singen gemeinsam mit Kehrer vor der Kamera.

Am Tag danach ist Hugo Breitschmid noch immer ein wenig erschöpft, aber sehr zufrieden. „Für mich war das schon ein Erlebnis“, erzählt der Dürnauer, der bereits bei den Proben am Samstag in der Singener Stadthalle dabei war. „Aber wie viele Leute da beim Fernsehen rumspringen! Und die Scheinwerfer, die gehen auf und nieder und hin und her“, berichtet Breitschmid lachend – es scheint fast so, als ob der knitze „Bauerndichter“ mal wieder Stoff für eines seiner urschwäbischen Gedichte gefunden hätte.

Einzige Solokünstlerin

Auch „Dr Bauer“ stammt aus Breitschmids Feder. Kabarettistin Friedel Kehrer, bekannt von den „Bronnweiler Weibern“, hat die Geschichte vom Bauer und seiner Adelheid mitsamt ihren närrischen Tieren vertont. „Mir reicht meine Gitarre und mein Gesang“, hatte die Bronnweiler Ortsvorsteherin vorher bekannt gegeben. Als einzige Solokünstlerin stach sie bei den „Ohrwurm“-Finalisten aber doch ziemlich heraus.

„Du hast einen schwachen Punkt: Du bist allein“, hat auch Breitschmid die Kabarettistin vorher gewarnt. Die ließ sich denn auch prompt etwas einfallen. Ein paar Tage vor dem Auftritt rief Kehrer dann bei ihrem Songschreiber an: „Di bisch drbei – du machsch dr Hampelmann.“ Tatsächlich konnte man Breitschmid dann am Sonntag beim großen „Ohrwurm“-Finale vor der Kamera erleben, wie er bei dem liebevoll gestalteten Hampel-Bauernpaar alle Register zog.

Gemeinsam mit den wunderschön gemalten Tierbildern, die in Bänkelsängerart Szenen aus dem Lied illustrierten, kamen auch die leisen Töne bei Jury und Publikum bestens an. Während für Hansy Vogt Kehrers „glockenklare Stimme“ zehn Punkte wert war, gab es von Sven Hieronymus („grandios“) und Alexandra Hofmann („fantastisch umgesetzt“) immerhin jeweils neun Punkte, auch wenn sich beide das Lied einen Tick närrischer gewünscht hätten.

Dann stieg die Spannung, als Moderatorin Sonja Faber-Schrecklein gegen Ende der Live-Sendung das Ergebnis der TED-Abstimmung unter den Zuschauern bekannt gab. Mit 55 Punkten landete Friedel Kehrer auf Platz drei, kurz nach „Die Kellerspatzen und Freunde“ aus Engen und „EMB² & Die Aulendorfer“ mit ihrem Siegertitel „Aulendorf zur Fasnetzeit“.

Wie es nun für „Dr Bauer“ weitergehen wird, kann Breitschmid noch nicht sagen. Vielleicht möchte er ja tatsächlich die Idee der Jury aufgreifen und ein Bilderbuch mit dem Gedicht herausgeben. Aber vorerst ist für den Dürnauer nach so viel „Remmidemmi“ vor der Kamera erst ein wenig Ausruhen angesagt.

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