Hobbykunst in vielen Facetten

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Als Besuchermagnet erwies sich wieder die Ausstellung „Kunst im Sägewerk“,
Als Besuchermagnet erwies sich wieder die Ausstellung „Kunst im Sägewerk“, (Foto: Klaus Weiss)
Klaus Weiss

„Kunst im Sägewerk“, eine der größten Ausstellungen für Hobbykunst in der Region, war auch dieses Jahr wieder ein Top- Event im Sägewerk Reichert in Kanzach-Seelenwald. Um die 70 Aussteller gaben Einblick in die vielseitige Hobby- und Handwerkskunst, die wiederum einige Tausend Besucher in das Sägewerk zog.

Die Gemeinde ist Mitveranstalter. Bürgermeister Klaus Schultheiß stellte gleich zu Anfang in seiner Begrüßung das Engagement des Initiators Erich Reichert und seinem Team in den Vordergrund. Ohne das hohe bürgerliche Engagement und die bewundernswerten Leistungen des Teams, angefangen von der Planung bis zum Beginn, wäre diese Veranstaltung nicht möglich. Ob Sportverein, Partnerschaftsverein, die Freiwillige Feuerwehr, die Landjugend, der Pfarrgemeinderat und auch der Gemeinderat sind wie selbstverständlich bei dem zweitägigen Event dabei.

Noch am Freitag herrschte Hochbetrieb in der Werkshalle, die nach Feierabend in eine Kunstgalerie umgewandelt wurde. Rund 2000 Quadratmeter musste Erich Reichert mit Helfern ausräumen, Stellwände und Tische aus Holzstapeln herrichten, bevor die Aussteller ihre Arbeiten ausbreiten konnten. Mit rund 70 Hobbykünstlern und Kunsthandwerkern ist es inzwischen wohl eine der größten derartige Ausstellung in der Region.

An den Ständen waren die unterschiedlichsten Arbeiten und Kunstrichtungen zu sehen. Das Spektrum reichte von Töpferwaren, Schmuck, Floristik, Filz- und Handarbeiten, Kerzen, Glas (Tiffany) und Metall bis zu Brandmalerei, Acryl und Aquarellen und der Specksteinbearbeitung. Eindruck hinterließen die Schnitzer und Holzbearbeiter, wie zum Beispiel Hermann Rechtsteiner aus Ehingen-Tiefenhülen. Der ehemalige Forstwirtschaftsmeister, inzwischen Rentner, hat schon während seiner Dienstzeit die Beziehungen zum Holz entdeckt. Und schon wenn er ein Stück eines Stammes, am liebsten Eiche, sehe könne er sich schon vorstellen was er daraus machen könnte. Eiche sei für ihn, das beste Holz für seine Ideen und zudem gut zu bearbeiten. Aber auch Holz von Obstbäumen wie Zwetschge oder Kirsche habe für ihn eine Anziehungskraft. Holz bearbeiten sei für ihn wie eine Sucht. Einigen Ausstellern konnte man auch bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen. Im Außenbereich waren Dekorationen für Haus und Garten aus Metall und Stein, und natürlich auch Holz, zu sehen.

Dazwischen tuckerte das Dürmentinger Bähnle mit lachenden Kindern als Fahrgästen, Clown Payasito Benji Balloon sorgte mit seiner Vorstellung und seinen Luftballon-Tieren nicht nur für strahlende Kinderaugen , sondern brachte auch die Erwachsenen zum Lachen und Staunen. In der Trockenkammer hatte der Kindergarten die Kreativecke für Kinder eingerichtet, während die Eltern durch die Ausstellung flanieren oder einen Abstecher in die „Verpflegungshalle“ machen. Die Kanzacher Backfrauen verwöhnten dort die Gäste mit frischem Bauernbrot und den schmackhaften Denneten. Um die Verpflegung sorgten sich zudem die örtlichen Vereine.

Der Hausherr der Sägerei, Erich Reichert, zeigte sich dann auch gegen Ende der Ausstellung mehr als zufrieden. Vergessen war der immense Arbeitsaufwand bis zur Ausstellungseröffnung. Reichert freute sich einfach, dass die Ausstellung bei Künstlern und Besucher gleichermaßen angenommen wurde, und denkt schon an die nächste Ausstellung in zwei Jahren.

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