Heißes Eisen, sprühende Funken und harte Rhythmen

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 Als eine von vier Bands wollen Subterfuse im Federseemuseum das Metall schmieden und das Steinzeitdorf rocken. Von links: Alex
Als eine von vier Bands wollen Subterfuse im Federseemuseum das Metall schmieden und das Steinzeitdorf rocken. Von links: Alex Rapp (Gitarre) aus Trochtelfingen, Fabian Ruf (Bass) aus Mietingen, Sascha Guminy (Schlagzeug) aus Sauggart und Claus Schwarz (Gesang) aus Bad Buchau. (Foto: Ralf Hammer)
Schwäbische Zeitung

Metal im Museum? Im Jubiläumsjahr beschreitet das Federseemuseum Bad Buchau außergewöhnliche Wege – und lädt als äußerst agiler 100-Jähriger zu einem Schmiedetreffen mit Open-Air-Konzert ein. Unter dem Titel „Roots of Metal!“ werden am Samstag, 25. Mai, vier Bands erwartet: Headliner des Abends sind In Dying Lights, die Region vertreten Subterfuse mit Sascha Guminy aus Sauggart und Claus Schwarz aus Bad Buchau, außerdem sind Autumn und Dead Wrong mit von der Partie. Einlass ist ab 18 Uhr, Beginn dann um 18.30.

Zum 100. Geburtstag des Federseemuseums Bad Buchau sollen alle Fans des „heißen Eisens“ zusammenkommen, die im Umgang mit Hammer und Amboss bestens vertraut sind: eine Expertenrunde, die anpackt aus Beruf(ung), die Metalle formt und gestaltet. Dabei geht es heiß her, wenn das Metall bei hohen Temperaturen zum Schmelzen gebracht wird. Besucher haben am Samstag und Sonntag, 25. und 26. Mai, die seltene Gelegenheit, den Schmieden über die Schulter zu schauen.

Zum „Feier-Abend“ geht’s am Samstagabend, 25. Mai, energiegeladen weiter: Vier Bands rocken die Steinzeit beim Heavy-Metal-Open-Air mit Autumn, Dead Wrong, In Dying Lights und Subterfuse. Zum krönenden Abschluss heizt die Gruppe Candela Chorus mit ihrer Feuershow noch einmal richtig ein.

Den Anfang macht der Headliner In Dying Lights. Die fünf Musiker werden meistens mit Bands wie Killswitch Engage, As I Lay Dying und Parkway Drive verglichen. Sänger Samir Laarej möchte mit seiner kraftvollen Stimme von Clean-Gesang über Shouting, Screaming bis hin zu Growling alles aufbieten, um die Emotionen in der Musik in all ihren Facetten zu transportieren. Dies wird begleitet von zweistimmigen Riffs, mitreißenden Breakdowns und einprägsamen Melodien, gespielt von den beiden Gitarristen Pascal Heimroth und Timon Eckes und der Bassistin Conny Marschall. Am Schlagzeug möchte Felix Krell für die nötige Power sorgen, um das Publikum in Bewegung zu bringen. Zudem wechselt er auch zwischendurch für Klavierklänge zum Keyboard, um die Emotionen in beide Extreme auszuschöpfen. So wollen die Musiker den Zuhörern die Möglichkeit bieten zum Headbangen und im Mosh- und Circlepit alles zu geben.

„Schweißtropfen fallen wie die Blätter, sobald Autumn loslegt“: So beschreibt sich die Band aus Stuttgart selbst und verspricht „brachial-melodischen Post-Hardcore“. Schon im Gründungsjahr 2016 gaben die Musiker 15 Shows und gewannen verschiedene Bandcontests. Autumn besteht aus Sänger Podge, Jakob und Julian an den Gitarren, Chris am Bass und Flo an den Drums, die jede freie Minute in neue Lieder stecken und im Proberaum verbringen wollen.

Die „Jungs aus dem Ländle“

Als die „Jungs aus dem Ländle“ kündigt das Federseemuseum Subterfuse an. Die Band wurde 2015 von Schlagzeuger Sascha Guminy aus Sauggart und Gitarrist Alex Rapp aus Trochtelfingen gegründet. Beide hatten die Idee, melodische Teile mit harten, dynamischen und tiefen Metal-Riffs zu kombinieren, um ihren eigenen Stil zu kreieren. Etwas später wurde das Lineup durch Sänger Claus Schwarz aus Bad Buchau und Bassist Fabian Ruf aus Mietingen komplettiert. Nach dem ersten gemeinsamen Auftritt 2018 sind Subterfuse nun aktuell im Studio bei Connie Andreszka (der neue Gitarrist von Crematory) und nehmen ihr Debüt auf. Außerdem wird die Band 2019 verstärkt Live-Gigs spielen. Ihren Stil beschreiben die Musiker als „eigenständigen modernen Metal-Sound“, der sich „irgendwo zwischen Metallica, Trivium und Dream Theater“ bewege.

Das Finale bestreiten schließlich Dead Wrong. Die Stuttgarter machen seit 2016 Hardcore. Mit ihrer dritten EP „PMA“, die am 3. Mai erschienen ist, wolle sich die Truppe „in der Szene ihr bereits vorhandenes Standing weiter ausbauen“, so die Musiker. Und weiter: „ Hardcore sowie Metalfans kommen hier definitiv auf ihre Kosten“.

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